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Baustart von neuem Zentrum für LGBTIQA+ in Linz erfolgt

Von Manfred Wolf, 24. Juni 2024, 17:43 Uhr
Eröffnung  LGBTIQA+ Zentrum Linz
LGBTIQA+ Referentin Vizebürgermeisterin Tina Blöchl (2. v.li) und LGBTIQA+ Beauftragte Patricia Kurz-Khattab (li.) informierten gemeinsam mit Paulina Wessela (Vorsitzende Verein Bily) und Johannes Wahala (Leiter Beratungsstelle COURAGE) zum Baustart des LGBTIQA+ Kompetenzzentrums. Bild: Stadt Linz

LINZ. Das Zentrum ist eine Anlaufstelle für Menschen, die sich outen wollen, angefeindet werden und Beratung suchen; Eröffnung im September

OÖNplus Linz

Die Unaufgeklärten

Manfred Wolf

LINZ. Gestern erfolgte der Baustart für das LGBTIQA+ Beratungszentrum in Linz - das ist zu begrüßen und zu bedauern, kommentiert Manfred Wolf.

von Manfred Wolf

Dumme und peinliche Witze. Physische und psychische Gewalt. Jugendliche und auch Erwachsene, die entweder schwul, lesbisch, bisexuell, transgender oder queer sind, erleben im Alltag immer wieder Anfeindungen. Die Konsequenzen sind oft fatal und reichen bis zum Suizid. Das ist der Rahmen, den Tina Blöchl, SP-Vizebürgermeisterin der Stadt Linz, gestern beim Baubeginn des ersten entsprechenden Kompetenzzentrums Österreichs skizzierte.

Mehr zum Thema: Viele queere Linzer werden im Alltag diskriminiert

Diese Anlaufstelle für betroffene Menschen in der Weißenwolffstraße 17a soll im September eröffnet werden – sie war vom Linzer Gemeinderat vor drei Jahren als "LGBTIQA+"-Konzept beschlossen worden. Hier finden Betroffene – aber auch Eltern, die sich beispielsweise mit dem Outing eines ihrer Kinder schwertun – Rat und Hilfe.

Kein Minderheitenthema

"Viele Menschen glauben immer noch, es handle sich um ein Minderheitenthema", sagt Johannes Wahala, Sexualtherapeut und Leiter der Beratungsstelle "Courage". "Heute sind rund 25 Prozent der Jugendbewegung im Spektrum dieser queeren Vielfalt verortet, aber wir leben immer noch in einer heteronormierten Gesellschaft. Und daher haben es vor allem junge Menschen, wenn sie merken, sie sind anders, oft mit einem schmerzhaften Coming-out-Prozess zu tun. Und da leiden sie an Depressionen, verletzten sich selbst – das geht bis zu suizidalen Gedanken. Daher ist dieses Zentrum ein Meilenstein – aber es ist auch eine Notwendigkeit."

Die Verantwortung der Gesellschaft für die psychosexuelle Gesundheit aller Menschen, die Wahala einfordert, unterstützen zudem Paulina Wessela vom Beratungsverein "Bily", der sich wie "Courage" im selben Gebäude befindet, und Patricia Kurz-Khattab, "LGBTIQA+"-Beauftragte Linz.

Normalisierung ist erklärtes Ziel

"Es gibt die Gewalt gegenüber den Betroffenen im Alltag", sagte Blöchl beim Pressegespräch gestern. Die Normalisierung dieses Themas in der Gesellschaft ist ihr erklärtes Ziel – wohl wissend, dass, bis es so weit ist, die Sichtbarmachung der "LGBTIQA+"-Bewegung in der Gesellschaft Aggression auslöst. "Ohne diese Sichtbarmachung kann es allerdings nicht gehen", sagt sie.

Am 28. Juni ist "Christopher Street Day" und "LGBTIQA+"-Gedenktag. Er wird am Freitag ab 14 Uhr am Hauptplatz gefeiert.

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Autor
Manfred Wolf
Ressortleiter Lokales
Manfred Wolf

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12  Kommentare
12  Kommentare
Neueste zuerst Älteste zuerst Beste Bewertung
Natscho (5.093 Kommentare)
am 25.06.2024 11:06

Sehr schön
die alten Grantscherme in den Foren der ÖNN zeigen, dass es sowas braucht

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Happy420 (266 Kommentare)
am 25.06.2024 08:29

was für ein geschriebener Blödsinn. "heteronormierte Gesellschaft". Na das hoffe ich doch schon sehr stark...

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Natscho (5.093 Kommentare)
am 25.06.2024 11:07

Ein Beispiel:
ein befreundetes lesbisches Pärchen wird blöd angeredet, wenn sie im Park Hände halten oder gar küssen (wie das bei schwulen ist, will ich gar nicht erst wissen)
Mir und meiner Frau ist das noch nie passiert

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metschertom (8.152 Kommentare)
am 24.06.2024 18:46

Das Geld für diese "Beratungsstelle" wäre überall anders besser ausgegeben. Gesundheitsbereich, Schulen, Pflegeeinrichtungen...Aber scheinbar haben wir keine anderen Probleme.

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CedricEroll (11.798 Kommentare)
am 24.06.2024 20:04

Sie haben jedenfalls ein Problem. Es nennt sich Homophobie.

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gaukel50 (1.975 Kommentare)
am 24.06.2024 22:06

ein "Problem" mit sich selbst
die anders wie man selbst ist oder denken bereichern das Zusammenleben

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Cheru (63 Kommentare)
am 25.06.2024 11:14

Die Suizidrate bei den Personen ist signifikant höher. Wenn damit auch nur ein Suizid verhindert werden kann, ist meiner Meinung nach das Geld genau richtig investiert. Denken sie nicht?

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Augustin65 (1.371 Kommentare)
am 25.06.2024 13:22

Nein.

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transalp (10.468 Kommentare)
am 25.06.2024 14:29

Was "Nein"?
Bei Augustins Meldungen könnte man meinen, diese Person denkt gar nicht.
NaJa, würde zur FPÖ passen...🙈

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Cheru (63 Kommentare)
am 25.06.2024 17:01

Das ist interessant, warum denn nicht?
(Eigentlich ging die Frage an metschertom, aber Ihre Meinung dazu interessiert mich auch sehr)

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CedricEroll (11.798 Kommentare)
am 25.06.2024 20:30

Das ist gar nicht interessant. Rechtsextremisten hassen eben wie Rechtsextremisten.

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transalp (10.468 Kommentare)
am 25.06.2024 14:26

An "Metscher...:
JaJa,
und genau wegen Personen wie Ihnen braucht es solche Stellen!
Wegen Personen, welche die Lebensart Andere nicht tolerieren.
Oder wegen Heuchler.

Sind Sie FPÖ- Freund?
Das würde dann passen.
Diese ewig gestrigen.

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