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Linz

Bald wird gezählt, wie viele Radler die neue Brücke nutzen

23. Oktober 2021 06:57 Uhr

Bald wird gezählt, wie viele Radler die neue Brücke nutzen
Ende August wurde die Brücke mit ihren Rad- und Gehwegen eröffnet.

LINZ. Grünes Licht für Zählstellen auf Neuer Donaubrücke im Stadtsenat.

Seit 30. August rollt der Verkehr über die Neue Eisenbahnbrücke. Wie viele Radfahrer die Donauquerung nutzen, soll nun künftig mit Radzählstellen erfasst werden. Das wurde am Donnerstag im Stadtsenat beschlossen. Die Errichtungskosten belaufen sich auf 26.179 Euro, für das Datenmanagement ist eine jährliche Abo-Gebühr von 1440 Euro fällig.

Für den scheidenden Vizebürgermeister Verkehrsreferent Markus Hein (FP) – er wird die Stadtpolitik wie berichtet aus gesundheitlichen Gründen verlassen und der neuen Stadtregierung nicht mehr angehören – sind die Zählstellen ein wichtiges Instrument, um aktuelle Zahlen zu erheben: "Die sind wertvoll für die Verkehrsplanung."

Vor allem deshalb, weil der Modal-Split samt Radfahranteil nur alle zehn Jahre erhoben wird. Zuletzt war das in Linz 2012 der Fall, damals wurden acht Prozent der Wege in der Stadt mit dem Rad zurückgelegt. Wie auf der Nibelungenbrücke soll die Zahl der Radler, die die beiden Radwege auf der Neuen Donaubrücke nutzen, mit Induktionsstreifen im Boden gemessen werden. Wann diese in Betrieb gehen werden, ist offen, die Bestellung und Umsetzung soll so schnell wie möglich erfolgen. Auch der künftig für Verkehr zuständige Vizebürgermeister Bernhard Baier (VP) sieht den Nutzen der neuen Anlagen: "Verkehrsanalysen sind sinnvoll. Maßnahmen wie eine Brücke zu bauen ist das eine, man muss dann aber auch die Wirkung messen." Aus den Ergebnissen könnten u. a. auch Verlagerungseffekte abgeleitet werden.

Wichtig für Verkehrsplanung

Als "A und O" von erfolgreichen Radmobilitätsstädten bezeichnet Lorenz Potocnik (Linz plus) die Maßnahme, für die er sich zuvor starkgemacht hatte. Die damit gewonnenen Daten würden eine wichtige Grundlage für Planungen wie Optimierungen bilden. Mit einer transparenten Veröffentlichung, etwa mit LED-Anzeigen, könnte zudem ein Motivationsschub für den Radverkehr erreicht werden, sagt Potocnik, der sich einen weiteren Ausbau (etwa in der Wiener Straße) wünschen würde.

Dass hohe Nutzungszahlen alleine kein Garant für eine gut ausgebaute Radinfrastruktur sind, ist den Stadtpolitikern bewusst. Bestes Beispiel dafür: die Nibelungenbrücke. Im Jahr 2013 wurden dort 477.475 Radfahrer gezählt, im Vorjahr waren es 751.490. Leiser ist die Kritik an der dortigen Situation trotz der Steigerungen mit den Jahren aber nicht geworden. Mitunter ein Grund, warum die Nibelungenbrücke ein Schwerpunkt auf der Agenda von Baier sein wird.

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