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Die etwas anderen Olympiasieger

Dass man nicht nur im Sport zu olympischen Ehren gelangen kann, bewiesen gleich vier Schüler rund um Linz: Sie waren bei österreichweiten Schülerbewerben, genannt Olympiaden, erfolgreich.

„Das logische Denken macht mir Spaß“

"Das logische Denken macht mir Spaß"

Viktor Mittermayr, 11, Walding
1. Platz, Mathematik-Mini-Olympiade, 6. Schulstufe

„Mathematik ist mir immer schon leichtgefallen“, sagt Viktor Mittermayr. „Aufgaben, bei denen man logisch denken muss, machen mir Spaß.“ Daher ist es kein Wunder, dass der Schüler des Europa-Gymnasiums Linz-Auhof bei der Mathematik-Mini-Olympiade (offiziell „Känguru der Mathematik“) in der sechsten Schulstufe mit der Höchstpunkteanzahl den ersten Platz belegte. Das schafften insgesamt zwölf Schüler, davon mit Emilia Frei (Gymnasium der Kreuzschwestern, Linz) und Johannes Buchegger (Gymnasium Kirchdorf) zwei weitere Oberösterreicher. Dem Waldinger gelang diese Leistung aber bereits zum zweiten Mal: „Schon in der vierten Klasse Volksschule belegte er landes- und bundesweit Platz eins“, sagt seine Mutter Luiza.

Neben der Mathematik hat Viktor aber noch viele andere Interessen. Er liest gerne, spielt Schlagzeug und geht jede Woche ins Schwimmtraining. Ein Allroundtalent.

Mohammad, der Philosoph aus dem Iran

Mohammad, der Philosoph aus dem Iran

Mohammad Beheshti, 18
Finalist der Philosophie-Olympiade aus Linz

Mohammad Beheshti hat eine erstaunliche Schulkarriere hinter sich: Als Kind kam der Sohn eines Arztes, der im Spital der Barmherzigen Schwestern arbeitet, nach Linz. Zuhause wird arabisch gesprochen. Nun besucht der 18-Jährige den englischsprachigen Zweig im Europa-Gymnasium Auhof (LISA). Dass er trotzdem auf höchstem Niveau philosophieren kann, bewies er kürzlich. Er schaffte es mit seinem Text bei der Philosophie-Olympiade in Salzburg in das Finale und vertrat Österreich bei der Welt-Olympiade in Montenegro.

Dort schrieb er einen Text zu Immanuel Kant – diesmal auf Englisch. „Es gefällt mir, bei grundlegenden Themen zu schauen, was dahintersteckt“, sagt Beheshti. Beruflich liebt es der Maturant aber handfest: Er will Jus studieren.

„Sprachen interessieren mich einfach“

"Sprachen interessieren mich einfach"

Sonja Bogner, 18, Hörsching
Siegerin der Italienisch-Olympiade

Die Leidenschaft für Italienisch hat bei Sonja Bogner erst vor vier Jahren begonnen. Nämlich, als sie die Sprache zu lernen begann. „Und je mehr man kann, umso mehr Freude hat man daran“, sagt die 18-jährige Schülerin des Linzer Adalbert-Stifter-Gymnasiums. Ohne große Erwartungen startete Bogner beim Landeswettbewerb der Italienisch-Olympiade, die offiziell „Sprachmania“ heißt – und entschied sie prompt für sich.

In Wien musste sich die Hörschingerin gegen Konkurrenz aus ganz Österreich durchsetzen: sich zuerst auf Italienisch dem Publikum vorstellen, danach eine Diskussion sowie im Finale ein Einzelgespräch überstehen. „Ich hätte mir nie gedacht, dass ich gewinnen kann“, sagt sie bescheiden. Doch warum beherrscht Bogner die Sprache so gut? Der Unterricht bei Lehrerin Brigitte Streinesberger mache ihr Spaß, im Sommer habe sie einen Monat in Sizilien verbracht. Und überhaupt: „Sprachen interessieren mich einfach!“

Fasziniert von der Welt der komplizierten Algorithmen

Fasziniert von der Welt der komplizierten Algorithmen

Niklas Hauber, 18, Leonding
Sieger der Informatik-Olympiade

Niklas Hauber gehört seit Jahren zu den besten Nachwuchsprogrammierern des Landes: Vor zwei Jahren schaffte es der Schüler der HTL Traun in das Trainingscamp zur Informatik-Olympiade, im Vorjahr belegte er im Bewerb den zweiten Platz. Heuer siegte er. Nun wird er im Herbst Österreich bei der Welt-Olympiade in Japan vertreten. Dass das kein Kinderspiel wird, weiß der Leondinger. Er war im Vorjahr im Iran dabei. „Die Konkurrenz ist groß. Wir Österreicher haben da nicht viele Chancen.“
Programmieren liegt ihm: „Man braucht Begabung und gutes Mathematik-Verständnis. Mir gefällt es, komplizierte Algorithmen zu entwickeln und Probleme möglichst intelligent zu lösen.“ Auch praktische Erfahrung hat der Maturant: Er arbeitet als Software-Entwickler in der Firma seines Vaters.

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Artikel Herbert Schorn 18. Juni 2018 - 01:19 Uhr
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