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"Wollen Tennis für Menschen mit einer Körperbehinderung zugänglich machen"

Von Thomas Streif, 23. Jänner 2024, 09:17 Uhr
"Wollen Tennis für Menschen mit einer Körperbehinderung zugänglich machen"
Jeden Montag wird in der Tennishalle des UTC Fischer Ried fleißig trainiert: Anna Saglam (links) und Michaela Hauser mit UTC-Ried-Vereinstrainer Gregor Großbötzl und Edith Maier, die mit den beiden regelmäßig trainiert

RIED/FRANKENMARKT. Rollstuhltennisgruppe mit Anna Saglam und Michaela Hauser hofft auf Zuwachs

Vor etwas mehr als einem Jahr wurde in Ried eine Trainingsgruppe für Rollstuhltennisspielerinnen gegründet. Ins Leben gerufen wurde die Gruppe von Anna Saglam aus Mehrnbach und Michaela Hauser aus Frankenmarkt, unterstützt wurden die beiden vom RSC Haindl und dem UTC Fischer Ried.

Saglam (37) verletzte sich bei einem Freizeitunfall 2002 erheblich, Hauser (43) ist seit einem schweren Sturz beim Skifahren vor rund fünf Jahren inkomplett querschnittsgelähmt.

Jeden Montag trainiert das Duo mit UTC-Ried-Vereinstrainer Gregor Großbötzl und UTC-Ried-Vorstandsmitglied Edith Maier in der Tennishalle. "Wir werden toll unterstützt und wurden total herzlich aufgenommen, Berührungsängste gibt es keine", sagt Saglam.

"An meine Grenzen kommen"

Kennengelernt haben sich die beiden bei einem Camp für Rollstuhltennisspielerinnen. Der Sport ist für die beiden Tennisspielerinnen ein wichtiger Bestandteil des Lebens. "Es bietet mir die Möglichkeit, an meine Grenzen zu kommen, auch der soziale Aspekt spielt für mich eine große Rolle", sagt Saglam, die 2023 bei den Staatsmeisterschaften den dritten Platz erreichte.

"Wollen Tennis für Menschen mit einer Körperbehinderung zugänglich machen"
Anna Saglam trainiert regelmäßig in Ried und Salzburg.

Heuer finden die österreichischen Meisterschaften Anfang Juni statt. "Vielleicht schaffe ich den zweiten Platz, das wäre ein großer Erfolg", sagt Anna Saglam. Die Nummer eins der österreichischen Rangliste und aktuelle Nummer 50 der Weltrangliste, Christina Pesendorfer aus Bad Ischl, ist für beide ein Vorbild.

Michaela Hauser durfte im vergangenen Jahr erstmals bei einem Turnier in Bad Ischl und den Staatsmeisterschaften Turniererfahrungen sammeln. Auf die Frage, wie sie zum Rollstuhltennis gekommen sei, antwortet die zweifache Mutter: "Ich war vor meinem Unfall sportlich sehr aktiv, daher habe ich nach einer neuen Herausforderung gesucht. Nach einer gefühlten Ewigkeit der Internetrecherche bin ich schließlich auf das Rollstuhltennis gestoßen. Vorher hatte ich keine Anknüpfungspunkte zum Tennis."

Für Gregor Großbötzl, der seit vielen Jahren Vereinstrainer ist und in dieser Zeit fast alle guten Rieder Tennisspieler unter seinen Fittichen hatte, war die Trainingsgruppe mit den beiden Rollstuhltennisspielerinnen Neuland. "Ich habe mich kurz in diese Materie einfinden müssen, weil ich selber noch nie mit einem Rollstuhl gefahren bin. Ich habe mich informiert und fortgebildet. Technisch ist der Unterschied nicht groß, es geht eher um das Fahren und Bewegen mit dem Rollstuhl", sagt Großbötzl. "Die beiden machen das wirklich sehr gut, sie sind mit großem Eifer bei der Sache."

"Wollen Tennis für Menschen mit einer Körperbehinderung zugänglich machen"
Michaela Hauser begann im Sommer 2021 mit dem Tennissport.

Zusätzliche Spieler gesucht

Neben den persönlichen sportlichen Zielen hoffen die beiden Tennisspielerinnen vor allem auf neue Trainingsmitglieder. "Uns ist es ein großes Anliegen, den Tennissport auch in Oberösterreich für Menschen mit einer Körperbehinderung zugänglich und leistbar zu machen", sagen Anna Saglam und Michaela Hauser.

"Es ist sehr viel weitergegangen im vergangenen Jahr. Ich hoffe, dass wir die Trainingsgruppe bald erweitern können. Es wäre schön, wenn wir einige neue Spielerinnen und Spieler zum Rollstuhltennis bewegen können", sagt Edith Maier. Jeder sei herzlich eingeladen, es auszuprobieren. Auch ein spezieller Rollstuhl und Schläger stehen zur Verfügung. Interessenten könnten sich jederzeit beim UTC Ried melden, eine Teilnahme an einem Schnuppertraining ist jederzeit möglich. Telefonische Informationen unter 07752/83715.

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Autor
Thomas Streif
Redaktion Innviertel
Thomas Streif
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