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Innviertel

Karpfham: 1200 Einwohner, 20.000 Bierzeltplätze, 400.000 Besucher

16. August 2022 00:04 Uhr

Karpfham: 1200 Einwohner, 20.000 Bierzeltplätze, 400.000 Besucher
Neben dem Festplatz großes Ausstellungsgelände

KARPFHAM. Das Phänomen Karpfhamer Fest im angrenzenden Bayern lockt heuer ab 1. September.

Wie der grenznahe Ort Karpfham mit seinen 1200 Einwohnern eines der größten Volksfeste Bayerns etablieren konnte, ist für viele Experten nach wie vor rätselhaft: Das Karpfhamer Fest, das heuer von 1. bis 6. September stattfindet und regelmäßig auch Besucherscharen aus dem Innviertel über die Grenze lockt, bietet Festzelte für rund 20.000 Gäste, einen Vergnügungspark sowie 600 Ausstellerfirmen im Rahmen der Rottal-Schau.

Mit dem Schwerpunktthema Landwirtschaft hat sich Karpfham zwar über die Grenzen hinaus einen Namen gemacht – 400.000 Besucher lassen sich alleine damit aber wohl nicht erklären. Nach zweijähriger "Corona-Zwangspause" ist es jedenfalls ab 1. September bei freiem Eintritt wieder so weit. Der Landwirtschaftsteil hat sich in den vergangenen Jahren zu einer der bedeutendsten Landwirtschaftsmessen in Deutschland entwickelt, die Ausstellungsplätze sind begehrt.

Entsprechend hoch ist die Qualität, und damit auch das Interesse der Besucher. Auch wenn viele Firmen unter Personalmangel leiden, ist der Andrang an Ausstellern enorm: Nicht zuletzt auch deshalb, weil man es vor Ort geschafft hat, die Platzmieten trotz allgemeiner Kostensteigerung auf dem Niveau der Vorjahre zu halten.

Minimalistische Linie

Was das Rahmenprogramm für die Ausstellung betrifft, bleibt man der minimalistischen Linie treu. Begleitende Vorträge, Seminare oder Workshops sucht man eher vergebens. "Wir selbst sind Programm genug", so ein Vorstandsmitglied des Vereins Karpfhamer Fest, der das Spektakel für 400.000 Besucher organisiert.

Sinngemäß gilt: Erst Messebesuch, dann ins Bierzelt – recht viel mehr braucht es nicht. Das hat wohl auch die in der Vergangenheit stark gewachsene Anzahl an Besuchern so gesehen. Traditionell ist das Fest seit Gründung für die ländliche Bevölkerung immer auch eine willkommene Belustigung zum Abschluss der arbeitsreichen Erntezeit. Warum und wie es Karpfham schafft, regelmäßig zehntausende Besucher anzulocken, ist vor Ort keine bewegende Frage. "Uns kann es grad recht sein. Wenn der Andrang einmal nachlassen sollte, machen wir unser Fest halt wieder kleiner. So einfach ist das", so Sebastian Winbeck, der dem Festverein 47 Jahre lang vorstand, bereits vor einigen Jahren zu den OÖN. Infos auf www.karpfhamerfest.de.

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