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Innviertel

Nazi-Symbole tätowiert: Häftling bleibt im Gefängnis

Von OÖN/tst   20. Juni 2017 04:37 Uhr

Nazi-Symbole tätowiert: Häftling muss weitere 15 Monate im Gefängnis bleiben
Seit März 2015 sitzt der Neonazi in der Justizanstalt Suben in Haft.

SUBEN / RIED. NS-Tätowierungen fielen Staatsanwalt Alois Ebner bei einer Anhörung auf.

Seit mehr als zwei Jahren sitzt ein 28-jähriger Vorarlberger in der Justizanstalt Suben. Trotz seines noch relativ jungen Alters wurde der Mann seit 2003 bislang bereits 19 Mal gerichtlich verurteilt, mehrfach saß er schon unbedingte Haftstrafen ab. Bei seiner jüngsten Verurteilung hatte der Mann eine rund vierjährige unbedingte Gefängnisstrafe ausgefasst.

Gescheiter dürfte er aber hinter Gittern nicht geworden sein. Bei einer Anhörung wegen einer allfälligen mittelfristigen vorzeitigen Entlassung aus der Justizanstalt Suben fielen dem zuständigen Staatsanwalt Alois Ebner sofort verbotene nationalistische Symbole auf der linken Hand des Häftlings auf. Auf dem Handrücken hatte der Vorarlberger "88" (ein Code für Heil Hitler), auf dem Mittel- und Ringfinger SS-Runen tätowiert.

Freunde aus der Naziszene

Darauf angesprochen, dürfte der 28-Jährige seine Gesinnung gleich eingestanden haben. Er habe Freunde aus der rechten Szene. Staatsanwalt Ebner wurde aktiv und schaltete den Verfassungsschutz ein.

Kurze Zeit später stattete dieser dem Häftling einen Besuch ab, die Staatsanwaltschaft Ried klagte den Mann daraufhin wegen Wiederbetätigung an. Warum die eindeutigen Nazi-Symbole seit März 2015 in der Justizanstalt offenbar niemandem aufgefallen waren, ist zumindest verwunderlich.

"Die Tätowierungen dürfte er schon seit seinem 15. Lebensjahr tragen. Meistens dürfte er diese Symbole unverdeckt öffentlich zur Schau gestellt haben", sagt Staatsanwalt Ebner.

15 Monate unbedingte Haft

Genauer hingesehen haben die Geschworenen jetzt am Landesgericht Ried, wo sich der Häftling wegen Wiederbetätigung erneut gerichtlich verantworten musste. Die Geschworenen sprachen den Angeklagten schuldig. Das Strafmaß: 15 Monate unbedingte Haft. Zudem dürfte eine vorzeitige Entlassung endgültig vom Tisch sein.

Wenn der Häftling seine Tätowierungen nicht unkenntlich macht, drohen ihm eine erneute Anzeige und ein erneuter Prozess wegen Wiederbetätigung.

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