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Innviertel

Jugendbanden terrorisieren Kinder auf dem Weg zum Rieder Stadtpark

Von Dieter Seitl   04. Oktober 2011 00:04 Uhr

Jugendbanden terrorisieren Kinder auf dem Weg zum Rieder Stadtpark
Die jüngsten Vorfälle haben nichts mit normalen Rangeleien unter Gleichaltrigen zu tun.

RIED. Die Stadt Ried preist ein neues Klettergerüst als Attraktion für Kinder im Stadtpark. Der Weg dorthin ist für Kinder aber offenbar gefährlich. Drei Volksschüler wurden zuletzt von einer Bande türkischstämmiger Burschen geschlagen. Ein Vorfall, der längst nicht mehr der einzige ist.

Es gebe laufend Zwischenfälle, so ein Polizist auf OÖN-Anfrage. Erst am Mittwoch Nachmittag wurden drei Kinder auf dem Weg zum Stadtpark bei der Musikschule von fünf türkischstämmigen Buben abgefangen. Zuerst aus heiterem Himmel mit derben Sprüchen beflegelt, dann gepackt und geschlagen – Magenboxer inklusive: „Die haben uns von allen Seiten gehalten und herumgeschubst. Und auf Türkisch haben sie offenbar besprochen, was sie als nächstes mit uns anstellen sollen.“

Beinahe in Auto gehetzt

Die Kinder flüchteten sich schließlich in die Musikschule, wo ihnen aber kein Erwachsener über den Weg lief, bei dem sie Schutz hätten suchen können. Vor der Musikschule wurden die beiden Mädchen und der Bub erneut von der Bande abgefangen. Die Mädchen konnten schließlich flüchten – eines der beiden gehetzten Mädchen wäre an einer Einmündung in die vielbefahrene Eberschwanger Straße beinahe in ein Auto gelaufen. „Ich bin um mein Leben gerannt“, sagt die Zehnjährige.

Weitere Schläge in Schule?

Der Bub wurde unterdessen weiter drangsaliert und bis nach Hause verfolgt, wo sogar dessen Mutter von der Bande angepöbelt wurde. Eines der beiden Mädchen wurde zudem bedroht: Morgen in der Schule werde es weitere Schläge setzen, so das in Tränen aufgelöste, bedrohte Mädchen, das aus Angst nicht mehr in die Schule gehen wolle. Und der geprügelte Bub, selbst Musikschüler, wage sich nicht mehr zur Musikschule, vor der er geschlagen wurde. Die Kinder sind zutiefst verängstigt. „Die Türken wissen ja jetzt, wo wir wohnen.“

Offenbar entwickelt sich die Gegend an Schwimmbadstraße und der Stadtpark selbst zu einem sozialen Brennpunkt. Im Vorjahr gab es eine Serie an Brandstiftungen. Auch ihre Kinder seien im Stadtpark von türkischstämmigen Burschen angepöbelt und herumgeschubst worden, während sie selbst kurz in der Stadt einkaufen war, so eine weitere Mutter.

Erfahrungen, die der Polizist bestätigt. Es sei auch schon zu einem Vorfall mit einem Messer gekommen. „Ich selbst sage zu meinem Sohn, er soll nicht zu oft in den Park gehen. Er hat mir erzählt, dass junge Türken das Fahrrad eines jungen Passanten packten und in den Bach warfen. Das Ganze ist gar nicht ohne.“ Die Polizei versuche, mittels Streifengängen dagegen zu wirken. „Wir können aber auch nicht überall zugleich sein.“

Chance Podiumsdiskussion

Eine Gelegenheit, sich mit den offenbar in Ried bestehenden, gravierenden Problemen zu beschäftigen, hat die örtliche Politik im Rahmen einer Podiumsdiskussion „Junge Migranten in Ried“: Am Donnerstag, 6. Oktober, ab 19.30 Uhr im Starmovie-Kino-Ried-Tumeltsham.

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