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Gasbohrungen in Molln: Greenpeace klagt gegen Naturschutzbescheid

Von nachrichten.at/apa, 11. Dezember 2023, 07:14 Uhr
Generalprobe für geplante Gas-Probebohrung in Molln
Die ADX Vie GmbH will noch in diesem Winter mit Gas-Probebohrungen im Nahbereich des Nationalpark Kalkalpen starten. Bild: privat

MOLLN. Greenpeace zieht gegen die geplanten Gas-Probebohrungen in Molln im Nahbereich des Nationalpark Kalkalpen vor Gericht.

Man werde diese Woche Beschwerde gegen die Bewilligung der Naturschutzbehörde beim Landesverwaltungsgericht Oberösterreich einreichen, kündigte die NGO am Montag an. Gefordert wird zudem ein Gesetz, das ein Ende der Öl- und Gasproduktion bis 2035 in Österreich festschreibt. Die ADX Vie GmbH - eine Tochterfirma des in Australien gelisteten Explorationsunternehmens ADX Energy - will noch in diesem Winter mit Gas-Probebohrungen in Molln (Bezirk Kirchdorf) im Nahbereich des Nationalpark Kalkalpen starten. Montanrechtlich war die Probebohrung bereits genehmigt. In der Vorwoche kam dann auch grünes Licht von der Naturschutzabteilung des Landes Oberösterreich. Damit hat ADX alle Bewilligung beisammen.

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"Die Suche nach fossilem Gas ist hochspekulativ, dauert Jahre und treibt Österreich weiter in die Abhängigkeit von dreckigen Energien. Damit setzen Energiekonzerne rücksichtslos unsere Zukunft aufs Spiel. Das lassen wir nicht zu und ziehen deshalb nun vor Gericht", begründet Greenpeace-Sprecherin Lisa Panhuber den Schritt. Sie fordert zudem eine gesetzliche Basis für den Ausstieg. "Wir brauchen jetzt den sofortigen Stopp von neuen Gas-Projekten in Österreich. Die Regierung darf nicht nur groß vom Ausstieg aus fossiler Energie auf der Klimakonferenz reden, sondern muss diesen auch hierzulande umsetzen", so Panhuber.

Haimbuchner: "Gesetzliche Voraussetzungen liegen vor"

In Oberösterreich verteidigt man die Bewilligung: "Die Naturschutzbehörde hat die Eingaben des Antragstellers geprüft und ist zu dem Ergebnis gelangt, dass die gesetzlichen Voraussetzungen für eine positive bescheidmäßige Erledigung vorliegen", hieß es aus dem Büro von Naturschutz-Referent LHStv. Manfred Haimbuchner (FPÖ) zu der Entscheidung. Etwaige Beschwerden gegen den 150 Seiten starken Bescheid hätten laut ADX keine aufschiebende Wirkung. Die Herstellung des Bohrplatzes soll nach Unternehmensangabe etwa acht Wochen in Anspruch nehmen. Dabei seien "keine wesentlichen Beeinträchtigungen des Naturhaushalts, des angrenzenden Naturschutzgebietes Jaidhaus und der Region Nationalpark Kalkalpen zu erwarten", beteuerte man im Vorfeld. Naturschützer bangen hingegen um diverse geschützte Tier- und Pflanzenarten.

Sollte Gas gefunden werden, befürchten Naturschützer bis zu 25 Bohrstellen im Gebiet rund um den Nationalpark Kalkalpen. ADX dementierte das und spricht von fünf bis sechs Bohrstellen, die allerdings - ebenso wie eine dann wohl nötige Pipeline - auch erst beantragt und genehmigt werden müssten.

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32  Kommentare
32  Kommentare
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kpader (11.506 Kommentare)
am 12.12.2023 07:26

Greenpeace präferiert also russisches Gas mehr als heimisches Gas.

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sergio_eristoff (879 Kommentare)
am 12.12.2023 06:59

Klagen können sie ja. Hoffentlich akzeptieren sie auch dann die Entscheidung des Rechtsstaates.

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LNZer (102 Kommentare)
am 11.12.2023 13:12

Mit ihrer kategorischen Ablehnung von Kernkraft und grüner Gentechnik halte ich diesen zum selbsterhaltenden Spendensammelverein, mit LuxusHQ in Hamburg, degenerierten einst ehrenvollen Umweltschutzverein für indiskutabel. Jedes Mal wenn deren "Experten" auftreten (mit Abschlüssen in irgendwas mit XYZ, i.d.R. weit Weg von Wissenschaft und Technik) kommt nur Unfug raus.

Natürlich sind die Gasbohrungen eines sehr gute Sache weil lokal produziertes Gas viel besser für Umwelt und Klima ist - auch in der Energiebilanz - als Gas welches 1000ende Kilometer durch Pipelines muss oder gar in Übersee aufwendig und teuer verflüssigt werden muss. Und Gas ist und bleibt zentral in der Energiewirtschaft und auch chemischen Industrie. Was also bleibt ist die heuchlerische, primitive NIMBY-Mentalität: Ich will Gas, aber nicht aus der Nachbarschaft. G Ich will Batterien aber kein Batteriewerk. Will Essen aber der Bauer soll nicht am Wochenende düngen. Will waschen aber nicht nass werden.

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her (4.383 Kommentare)
am 11.12.2023 12:54

Olives: Raus aus dem Gas

Diese Klage hat keine (aufschiebende) Wirkung

Wann handelt Bundesministerin Gewessler?

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reibungslos (14.284 Kommentare)
am 11.12.2023 18:16

Frau Gewessler ist auch an Gesetze gebunden. Nur das Parlamanet kann Gesetze ändern.

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nichtschonwieder (7.402 Kommentare)
am 11.12.2023 10:35

Der sinnlose militante Verein will nur wieder Spenden einheimsen.

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Caesar-in (3.540 Kommentare)
am 11.12.2023 09:54

Die bei Greenpeace wissen genau, dass ihre "Klage" sicher nichts bringen wird. Es geht daher nur um Schlagzeilen (und etwas auch um Spenden ...).

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2020Hallo (4.242 Kommentare)
am 11.12.2023 09:11

GUT SO !

WAS haben wir gerade in Ehrenfeld mitbekommen - dort wurde auch FÜR eine Schotterwüste entschieden ( Arbeitsplätze als Vorwand) und nun liegt der Wald 2 Jahre, nun würde man komischerweise anders entscheiden - die Verantwortlichen sollten nun doch für die Aufforstung aufkommen! 👎🙈🙈🙈

Das ärgste ein Gewisser von oben der VERSTEHT das nicht!!!

Kann nicht sein dass einer Millionen scheffelt und der Wald für nichts liegt - Der hätte noch Jahre den Feinstaub neben der Autobahn gereinigt!
Aber das kapieren nicht so viele!

Kann doch sein dass in Molln das Gericht anders entscheidet als einige Beamte !

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betterthantherest (33.435 Kommentare)
am 11.12.2023 09:44

der Standort für ein Logistik ist perfekt.
Direkt neben der Autobahn. Gefällt wurde Fichtenwald.

Es gibt genug Wald in Österreich.

Zu bekritteln ist dass offenbar private Kassen gut gefüllt wurden während der Output für die Gesellschaft bei NULL liegt.

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2020Hallo (4.242 Kommentare)
am 11.12.2023 15:03

<<<<<der Standort für ein Logistik ist perfekt.>>>>>

WELCHER Logistiker - der wird doch erst gesucht - auf einer Plattform........

Und dass einer sich die Taschen füllt der auch einer gewissen Partei spendete - und dann auf der BH einer die Schuld (mit welcher Konsequenz denn) übernimmt. WARUM wurde so schnell gehandelt - alle sehr schnell arbeitend offensichtlich!

Am Seebahnhof wurde auch der Bahnhof ganz schnell abgerissen - Konsequenz....?

Alle reden von Bodenversiegelung - aber einen ganzen Wald roden wir, nun das nächste Hochwasser kommt bestimmt, bitte selber den Keller ausräumen - Schäden selbst beseitigen falls etwas ist.... 🙈🙈🙈

Typisch Florianiprinzip; 19 ha zupflastern.....👎👎👎

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Alfred_E_Neumann (6.816 Kommentare)
am 11.12.2023 09:08

Reine Symbolpolitik in Europa.

Eine potenzielle österreichische Gasförderung wäre bei der weltweiten Fördermenge nicht einmal im Promillebereich darstellbar.

Die Methanverluste von LNG-Flüssiggas von der Förderung bis zur Verteilung sind umso besorgniserregender im Vergleich zum leitungsgebundenen Erdgas beispielsweise aus Russland. Niemand thematisiert das aus politischen Gründen.

https://www.bundestag.de/resource/blob/565016/7aad8bfcffa7575b29130435b3de6bb5/wd-8-050-18-pdf-data.pdf

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betterthantherest (33.435 Kommentare)
am 11.12.2023 09:11

"Niemand thematisiert das aus politischen Gründen."

Natürlich thematiesiert das niemand.
Frackinggas ist GRÜN - PUNKT!

Man könnte meinen es ginge der Politik ja auch nicht um Umweltschutz sondern vielmehr ums Abkassieren der breiten Masse.

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LASimon (10.921 Kommentare)
am 11.12.2023 10:31

Tatsache ist, dass wir auch bei / nach vollständigem Ausstieg aus fossilen Energieträgern weiterhin Gas benötigen - als Rohstoff für die chemische Industrie. Daher ist es sinnvoll und gerechtfertigt, heimische Gasreserven "für den Eigenbedarf" zu fördern.

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observer (22.079 Kommentare)
am 11.12.2023 09:07

Die NGOs sind Privatvereine. und durch nichts legitimiert. Man hat ihnen in der EU und in Österreich viel zu viele Rechte eingeräumt und das hat jetzt prinzipiell nicht mit dem konkreten Fall zu tun, sondern ist eine generelle Aussage. Und betrifft nicht nur Greenpeace, sondern auch ein paar andere. Man sollte sich genau überlegen, welchen man die Absetzbarkeit der Spenden zugesteht und die eventuell einschränkt.

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muehlviertlerbua (912 Kommentare)
am 11.12.2023 09:40

Zum Glück gibt es bei uns -noch- NGO's wie zB. Greenpeace!!! Ein völlig unfähiger Landesrat, ein Unweltanwalt, von dem man auch nicht sehr viel hört und in Molln soll ein australisches Unternehmen mit österreichischem Erdgas Milliarden scheffeln dürfen (sofern überhaupt was gefunden wird....)? Quo vadis Austria.....

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LASimon (10.921 Kommentare)
am 11.12.2023 10:33

Es hätte ja auch die OMV ansuchen dürfen ...

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2good4U (17.173 Kommentare)
am 11.12.2023 12:24

So ist es.
Ich halte NGOs sogar für ein Stück weit demokratiegefährdend, da hier eine verhältnismäßig kleine Minderheit medial ähnlich hofiert wird wie eine offizielle Stelle oder Experten.
Ihr Einfluss auf Politik und Gesellschaft ist deutlich zu groß.

Auch leben diese NGOs von Steuer- und Spendengeldern.
Sie haben also ein Eigeninteresse Probleme möglichst groß zu reden um zu möglichst viel Geld zu kommen.

Würden die Probleme hingegen gelöst werden würden sie ihre Existenzberechtigung verlieren.

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Uther (1.808 Kommentare)
am 11.12.2023 09:06

Haimbuchner und Achleitner das Dynamische Duo !
Für wen wohl ?

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nrek1 (6 Kommentare)
am 11.12.2023 13:55

heimbuchner für österreich, achleitner für ???

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schubbi (2.757 Kommentare)
am 11.12.2023 18:51

seine Freunde !

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schubbi (2.757 Kommentare)
am 11.12.2023 18:52

Wobei ich die erste Aussage auch stark in Frage stelle

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honkey (13.546 Kommentare)
am 11.12.2023 08:14

Und......picken die Klimakleber schon dort?

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martl13 (315 Kommentare)
am 11.12.2023 08:00

Immer lustig, wenn nicht gewählte Vereine glauben, sie haben das Recht auf Einspruch.

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LASimon (10.921 Kommentare)
am 11.12.2023 10:32

Und Bürgerinitiativen dürfen Einspruch erheben? Wer hat die legitimiert?

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martl13 (315 Kommentare)
am 11.12.2023 10:47

Auch die Bürgeninitiativen sind meist als Verein organisiert, also nichts anderes

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betterthantherest (33.435 Kommentare)
am 11.12.2023 07:48

Greenpeace haut sich für GRÜNES Frackinggas das mit GRÜNEN Tankern aus den USA nach Europa gebracht wird ins Zeug.

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Raunztnetsoviel (3 Kommentare)
am 11.12.2023 07:43

Österreich braucht noch jahrelang mindestens 20% seiner Energie für die Stromerzeugung aus Erdgas. Warum ist es schlechter eigenes Gas aus Österreich zu verwenden als importieres Ergas aus Russland oder dem Kaukasus?
Ich glaube da wird einfach nur eine Stimmung dagegen aufgebaut um mehr Spenden für diese Organisationen einzunehmen - also sehr uneigennützig 🤣

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Siebenschlaefer (1.094 Kommentare)
am 11.12.2023 08:10

Moderner Ablasshandel möchte man meinen - wenn es bei Greenpeace in der Kasse klingelt, die grüne Seele in den Himmel springelt.

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Siebenschlaefer (1.094 Kommentare)
am 11.12.2023 07:36

Der Rechtsstaat hat entschieden. Das ist nun einmal so in der Demokratie. Wer damit nicht leben kann, darf gerne wo anders hin ziehen.

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sergio_eristoff (879 Kommentare)
am 11.12.2023 07:42

Ja in der alten Welt. In der neuen Welt muss man nur Angst verspüren, dann darf man Gesetzmäßigkeiten großzügig überschreiten.

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Joob (1.291 Kommentare)
am 11.12.2023 07:22

Ich bin auch für den Ausstieg aus den fossilen Stoffen. Aber das geht nicht von heute auf morgen.
Bevor wir einen kriegführenden Staat unterstützen ist es besser wir fördern das Gas selbst.

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HJO (1.187 Kommentare)
am 11.12.2023 10:06

richtigerweise sollte es heißen.....einen überfallenen Staat unterstützen.

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