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Oberösterreich

86-Jähriger fuhr mit Auto in St. Florian in Marktstand: Ein Opfer in Lebensgefahr

Von nachrichten.at/rokl/apa   11. Juli 2021 15:15 Uhr

Auto fuhr in St. Florian in Marktstand: 12 Verletzte

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SANKT FLORIAN. Zwölf Menschen sind am Sonntagvormittag in St. Florian (Linz-Land) durch ein Auto verletzt worden, das in einen Marktstand vor dem Chorherren-Stift gefahren war.

Fünf Menschen wurden schwer verletzt, darunter schwebt eine in Lebensgefahr. Sieben überstanden den Crash mit leichten Blessuren, darunter auch der 86-jährige Unfalllenker. Eines der Unfallopfer kam unter dem Wagen zu Liegen. Durch Zufall waren an dem Tag drei Ärzte beim Gottesdienst, die sofort Erste Hilfe leisteten, berichtete das Rote Kreuz am Sonntag.

Der Unfall hat sich gegen 10.30 Uhr ereignet, der von vielen Menschen umringte Marktstand war direkt vor dem Stift aufgebaut, als ein 86-Jähriger mit seinem Auto frontal in den Stand und die Menschengruppe gerast war. Über die Unfallursache – ob es ein Fahrfehler war oder ob der Pensionist gesundheitliche Probleme hatte – konnte von der Polizei noch nichts bestätigt werden. Möglicherweise hat der Mann auch das Gas- und Bremspedal verwechselt.

Der betagte Herr aus dem Bezirk Urfahr-Umgebung hatte sich alleine im Auto befunden und einem Parkplatz vor dem Stift gesucht. Aus vorerst unbekannter Ursache beschleunigte er seinen Wagen und rammte das Obst- und Gemüsestandl frontal. 

"Die Lage war sehr unübersichtlich"

"Beim Eintreffen war die Lage sehr unübersichtlich", schilderte Einsatzleiterin Claudia Engertsberger vom Roten Kreuz die Situation am Unglücksort. Schaulustige und Messbesucher hatten sich versammelt, gleichzeitig suchten die Rettungskräfte in der Menschenmenge nach Verletzten, die möglicherweise im Schock von der Unfallstelle gegangen waren. Durch Zufall waren auch drei praktische Ärzte zuvor im Gottesdienst und leisteten mit den Einsatzkräften sofort Erste Hilfe.

Videoaufnahmen zeigen die Lage am Unfallort: 

Überwiegend Menschen über 50 Jahren waren bei dem Unglück betroffen, sagte Engertsberger. Eine 21-Jährige, die als Markt-Verkäuferin arbeitete, war die Jüngste unter den Verletzten. Einer der Standl-Besucher erlitt eine offene Oberschenkelfraktur, andere mussten mit Becken- und Schädelverletzungen sowie Schnitt- und Schürfwunden medizinisch versorgt werden. Die Kepler Uni Klinik, das Krankenhaus in Steyr und das Klinikum Wels waren für die Versorgung der Verwundeten angesteuert worden. Insgesamt kamen neun Fahrzeuge und 32 Rettungsmitarbeiter neben den Notärzten zum Einsatz.

Das Kriseninterventionsteam war ebenso alarmiert worden. Ein Teil der Notfall-Seelsorger hielt sich bei der Rot-Kreuz-Ortsstelle auf, da immer wieder Menschen sich nach möglichen betroffenen Angehörigen erkundigten.

Lokalisierung: Der Unfall passierte direkt vor dem Stift St. Florian

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