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Oberösterreich

Amoklauf angekündigt: Großeinsatz der Polizei an Welser Schule

Von Gabriel Egger  29. Mai 2020 00:04 Uhr

Amoklauf angekündigt: Großeinsatz der Polizei an Welser Schule
Drohungen gegen ein Gymnasium in Wels zogen einen großangelegten Polizeieinsatz nach sich.

WELS. Fotos und Videos im sozialen Netzwerk "Instagram" deuten auf Bluttat in Gymnasium hin – Verfasser bezeichnete Werke als "Satire".

Ein Pokal für jene, die fünf Lehrer töten, ohne selbst dabei verletzt zu werden. Ein Maschinengewehr, das auf den Eingang des Bundesrealgymnasiums Wallererstraße in Wels gerichtet ist, Blutflecken auf dem Logo der Schule und eine klare Botschaft: "Das Live-Event wird am 4. Juni stattfinden. Ihr solltet es auf keinen Fall verpassen. Meine Kugeln werden es mit Sicherheit nicht verpassen."

Schule in Wels wegen Droh-Video evakuiert

in Großaufgebot der Polizei hat das Bundesrealgymnasium Wallererstraße in Wels kurzzeitig evakuiert. Zuvor waren auf Instagram Videos und Fotos aufgetaucht, die einen Amoklauf ankündigen.

Die Fotos und Videos, die gestern Früh unter dem Kanal "BRG Wels Game" im sozialen Netzwerk "Instagram" veröffentlicht wurden und Sequenzen eines Computerspiels zeigen, deuteten auf eine geplante Bluttat hin - die OÖN haben berichtet. Ein Amoklauf, der am 4. Juni dieses Jahres stattfinden soll. So interpretierten es nicht nur besorgte Eltern, die wegen der Einträge in dem sozialen Medium bereits um fünf Uhr früh die Polizei alarmierten, sondern auch die Beamten selbst. Das Lehrpersonal wurde verständigt, zahlreiche Polizisten und auch das Einsatzkommando Cobra rückten aus. Das Gymnasium wurde kurzfristig evakuiert, ankommende Schüler wurden kontrolliert.

Amoklauf angekündigt: Großeinsatz der Polizei an Welser Schule

"Es wird eh nichts passieren"

"Wir nehmen so etwas immer ernst. Gott sei Dank wurden keine Waffen gefunden und die Maturanten konnten ihre Reifeprüfung ablegen", sagt David Furtner, Sprecher der Landespolizeidirektion Oberösterreich. Auch der normale Schulbetrieb konnte nach dem Polizeieinsatz wieder aufgenommen werden. "Einige Polizisten sind zum Schutz der Maturanten vor Ort geblieben und haben sozusagen als Glücksbringer fungiert", sagt Furtner. Dem Verfasser der Drohungen dürfte der Ernst der Lage aber nicht bewusst gewesen sein. Zu Mittag relativierte er seine Einträge auf Instagram: "Weil es anscheinend ein paar Leute nicht verstanden haben: Dieser Account ist Satire. Und nein, am 4. Juni wird eh nichts passieren", hieß es auf dem Kanal, der trotz der Geschehnisse nicht gelöscht worden war.

Diese "Satire" wird für den bis dato Unbekannten aber weitreichende Folgen haben: "Wer im Zusammenhang mit einer Bildungseinrichtung derartige Einträge absetzt, macht sich strafbar", sagt Furtner. Gegen den Verfasser werde wegen gefährlicher Drohung ermittelt. Auch jene, die die Einträge mit positiven Kommentaren versehen haben, müssen mit Konsequenzen rechnen. Auch Bildungsdirektor Alfred Klampfer und Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander (VP) fanden in einer Aussendung deutliche Worte: "Solche Videos sind kein jugendlicher Spaß. Das Ganze wird entsprechende Konsequenzen nach sich ziehen."

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Gabriel Egger

Redakteur Land und Leute

Gabriel Egger
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