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Oberösterreich

Bei kriminellen Ausländern führen Deutsche Statistik an

06. April 2010 00:04 Uhr

WIEN/LINZ. 246.378 Menschen hat die Polizei im Vorjahr bundesweit als Tatverdächtige ermittelt. Fast jeder Dritte (28 Prozent) war ein Ausländer. Die meisten Verdächtigen waren Staatsbürger Deutschlands, gefolgt von Serbien und der Türkei. Asylwerber spielen in der Kriminalstatistik eine vergleichsweise geringe Rolle.

Die aktuelle Statistik des Innenministeriums ist Teil der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage der Freiheitlichen an Ministerin Maria Fekter (VP). Demnach waren unter den 246.378 polizeilich ermittelten Tatverdächtigen im Jahr 2009 69.791 Ausländer, ein Anteil von 28,3 Prozent.

An der Spitze der ermittelten Tatverdächtigen waren im Vorjahr deutsche Staatsbürger: 8323 Menschen aus unserem Nachbarstaat wurden in der Kriminalitätsstatistik erfasst. Auf Platz zwei kamen 8117 Personen mit serbischer Staatsbürgerschaft. Platz drei belegten Türken (6722), sowie Rumänen (6530) und Staatsbürger aus Bosnien-Herzegowina (4459).

Gliedert man die ausländischen Tatverdächtigen nach ihrem Aufenthaltsstatus, liegen Gastarbeiter (23,4 Prozent) an der Spitze, gefolgt von arbeitslosen Ausländern (18,5 Prozent). Erst an dritter Stelle folgen Asylwerber (10.582 Personen), mit einem Anteil von 15 Prozent an der gesamten Ausländerkriminalität. Bei 9492 ausländischen Verdächtigen (13,6 Prozent) war der Polizei der Aufenthaltsstatus unbekannt. 13,2 Prozent der ausländischen Verdächtigen waren 2009 Touristen.

Verglichen mit der Gesamtkriminalität (in- und ausländische Tatverdächtige) betrug die Verbrechensrate der Asylwerber 4,2 Prozent.

Die meisten verdächtigen Asylwerber kamen laut Statistik aus Russland (1744 Personen), gefolgt von Georgiern (1296) und Personen aus Nigeria (1121).

196 Asylwerber unter 14

Am häufigsten erhärtete sich der Verdacht gegen Asylwerber wegen Diebstählen (2171 Delikte) und Einbruchsdiebstählen (1022 Delikte), gefolgt von Suchtmitteldelikten (1404) und Gewaltdelikten (1094). Unter den 10582 ermittelten tatverdächtigen Asylwerbern waren laut Statistik bundesweit 196 Kinder und Jugendliche (1,8 Prozent), die das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet hatten und somit noch nicht strafmündig gewesen waren.

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