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Borealis: 1000 Instandhalter bringen Linzer Anlagen auf Vordermann

LINZ. Basischemikalien-Erzeuger kam 2017 fast an seinen Rekord heran – 2018 wird ein ähnlich gutes Geschäftsjahr.

Borealis: 300 Millionen in 3 Monaten

Mark Garrett (Borealis) Bild:

Der Basischemikalien-Erzeuger Borealis hat erneut ein hervorragendes Jahr abgeschlossen. Fast 1,1 Milliarden Euro Nettogewinn bei 7,56 Milliarden Euro Umsatz – das ist fast das Niveau des Jahres zuvor. Allerdings stand das Jahr 2017 im Schatten von fünf geplanten Wartungsstillständen bei großen Anlagen.

Da steht die Produktion für acht bis zehn Wochen. Diese hätten „zwischen fünf und zehn Prozent“ der gesamten Jahreskapazität gekostet, sagte Vorstandschef Mark Garrett im OÖN-Gespräch.

Für 2018 steht nur ein großer Instandhaltungsstillstand auf dem Programm: jener in der Pflanzenschutz-Produktion in Linz. Bis zu 1000 Instandhalter von beauftragten Firmen sind dann im Einsatz. „Unsere eigenen Mitarbeiter unterstützen und sind als Experten der Anlagen mit dabei“, sagt Mark Garrett. Von den 6600 Mitarbeitern des Konzerns arbeiten 1400 in Linz.

Diese großen Wartungen finden alle acht bis zehn Jahre statt und ziehen eine Investition von 50 bis 100 Millionen Euro nach sich. Nach diesem Rundum-Service sollten die Anlagen auch produktiver sein, sagt Garrett. Die Instandhaltung wird zweigeteilt: ab Ende April und dann noch mal im Herbst. „Wir machen das in der Nebensaison. Bis April läuft die erste Hochsaison“, erklärt Garrett.

Ein Großprojekt sei neben dem Vorantreiben der 2017 angekündigten Investitionen das wesentlichste Projekt des 2018er-Jahres. So soll im September das endgültige Startsignal für eine große Propan-Dehydrierungsanlage in Belgien kommen. „Das ist die größte Investition in der Petrochemie in Europa in den vergangenen 20 Jahren“, sagt Garrett.

Was kann die Entscheidung noch kippen? „Wenn wir unsere Hausaufgaben richtig gemacht haben und sich die Rahmenbedingungen nicht entscheidend ändern, nichts. Wir arbeiten seit 18 Monaten daran.“

Borealis – die zu 36 Prozent der OMV gehört – zahlte im Vorjahr 750 Millionen Euro Dividende. Auch heuer dürften die Aktionäre in ähnlicher Dimension profitieren.

„In den letzten elf Jahren haben wir im Durchschnitt mehr als 600 Millionen pro Jahr Gewinn gehabt und in den letzten drei Jahren mehr als eine Milliarde“, sagte Garrett. Anders als viele andere Unternehmen in Österreich sei man in dieser Zeit nie in der Verlustzone gewesen, „wir sind bei weitem die rentabelste Firma im Land“. 

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Artikel (sib) 12. Februar 2018 - 10:56 Uhr
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