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Hainzl: Eine Fernbedienung für Biomasseheizungen

LINZ. Das Linzer Industrieunternehmen Hainzl ändert seine Strategie und produziert künftig nicht nur Komponenten, sondern komplette Produkte. Die erste Markteinführung steht unmittelbar bevor: eine Steuerung für Biomasseheizungen.

Eine Fernbedienung für Biomasseheizungen

Das Familienunternehmen beschäftigt rund 710 Mitarbeiter. Bild: Hainzl

Die Fernbedienung, die ähnlich wie ein Smartphone funktioniere, sei in gut einjähriger Entwicklungsarbeit entstanden, sagt Gerhard Scheiblhofer, Spartengeschäftsführer für Elektroniksysteme bei Hainzl. Dabei hat das Linzer Industrieunternehmen im Rahmen des Kunststoffclusters mit den Firmen Schöfer (Schwertberg) und Siedru Druck (Eggelsberg) zusammengearbeitet. „So ist eine Technologie entstanden, die vorher in diesem Bereich nicht denkbar war“, sagt Scheiblhofer. Vor dem Projekt habe Hainzl „mit Kunststoff nichts am Hut gehabt“.

Das Familienunternehmen, das in Linz rund 710 Mitarbeiter beschäftigt, ist für Hydraulikanlagen oder Elektroniksysteme bekannt. Hainzl tritt etwa bei Großprojekten wie dem Linzer Bahnhof oder der Remise Leonding als Generalunternehmer für Elektro- und EDV-Installationen auf.

110 Millionen Euro Umsatz

Im Geschäftsjahr 2011 hat die Hainzl Gruppe einen Umsatz von 110 Millionen Euro erzielt, zu je einem Drittel in den Bereichen Fluidtechnik, Automatisierung und Gebäudetechnik. Damit sei man auf dem Level von 2008. Auch für das laufende Geschäftsjahr rechnet das Management dank guter Auftragslage mit einer Umsatzsteigerung von drei bis fünf Prozent.

Um der Neuausrichtung des Unternehmens Rechnung zu tragen, wurden sechs strategische Geschäfteinheiten wie erneuerbare Energietechnik oder die Energie- und Kraftwerkstechnik gebildet. „Dadurch können wir den Kunden noch umfassendere Lösungen anbieten“, sagt Scheiblhofer.

Neben seiner langjährigen Erfahrung kann sich Hainzl durch hohe Investitionen in Forschung & Entwicklung von der Konkurrenz abheben. Das 1965 in Linz entstandene Unternehmen beschäftigt mittlerweile 250 Ingenieure. Die Zeiten, in denen Hainzl im Militärgeschäft aktiv war, sind lange vorbei.

Firmengründer Erich Hainzl komme nach wie vor täglich ins Büro. Die operative Führung des Unternehmens hat er aber vor zwei Jahren an seinen Sohn Martin übergeben. Der Firmensitz an der Linzer Industriezeile ist in den vergangenen Jahren laufend mitgewachsen. 2007 wurde die jüngste Produktionshalle errichtet, zwei Jahre später die Bürofläche verdoppelt. Aktuell seien keine Erweiterungen geplant, sagt Scheiblhofer. Grundreserven für weitere Expansionen gäbe es aber genug.

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Artikel Susanne Dickstein 09. Juni 2012 - 00:04 Uhr
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