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Alte Elektrogeräte werden zur Goldgrube

Alte Elektrogeräte werden zur Goldgrube

Elektroschrott-Recycling in Wels (Lavu) Bild: LAVU

WELS. Je knapper Rohstoffe weltweit werden, desto wichtiger werden Mülltrennung und Altstoff-Recycling. Das Landesabfall-Unternehmen (Lavu) hat aus dem Müll der 185 Altstoffsammelzentren (ASZ) im Vorjahr 190.000 Tonnen Wertstoffe gewonnen. Der Verkaufserlös senkt die Müllgebühren der Haushalte.

„Die hohe Trennmoral, die über Jahrzehnte aufgebaut worden ist, wird jetzt zum Standortvorteil“, sagt der Landes- und Bundesobmann der Müllverbände, Josef Moser aus Schlägl. Die getrennte Erfassung von Papier, Glas, Kunststoff und Metallen hat Tradition und erspart der Wirtschaft den Einsatz neuer Rohstoffe.

Zur Goldgrube werden Altmetalle. Im Vorjahr wurden vom Lavu 36,6 Millionen Kilo zurück gewonnen. „Die kleinen Elektrogeräte landen leider noch immer zu 50 Prozent beim Hausmüll“, sagt Lavu-Geschäftsführer Christian Ehrengruber. Wenn die Bürger die alten Föns, Rasierapparate, Radios etc. zu den ASZ bringen, können Kupfer, Gold und andere Metalle gewonnen werden. „Wenn wir Altkupfer verwerten, ist der Energieeinsatz 98 Prozent geringer, als dieses aus einem Bergwerk zu gewinnen“, sagt Moser. Daher gehören alle alten Kabel ins ASZ. Pro Jahr werden 500 Kilo Computerprozessoren verwertet; der Goldverkauf daraus finanziert zwei Jahresarbeitsplätze.

Eine japanische Studie zeigt, dass aus einer Tonne Prozessoren 15 Gramm Gold geholt werden können, aus einer Tonne Roherz in einem Goldbergwerk nur zwei. Gleichzeitig werden Umwelt, Klima und Rohstoffvorräte geschont. Auch von den Kleinbatterien fließen erst 50 Prozent in die ASZ zurück. Aus ihnen können Nickel, Zink und Cadmium gewonnen werden. Im Hausmüll sind sie gefährliche Schadstoffe – und der Rohstoff ist auf immer verloren. Begehrt sind in den ASZ auch CDs (hochwertiger Kunststoff) und Nespresso-Kapseln (Aluminium).

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Artikel 16. Oktober 2010 - 00:04 Uhr
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