Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Dienstag, 23. Oktober 2018, 21:17 Uhr

Linz: 11°C Ort wählen »
 
Dienstag, 23. Oktober 2018, 21:17 Uhr mehr Wetter »
Startseite  > Weltspiegel

Suche nach tausenden Vermissten in Indonesien doch verlängert

PALU. Knapp zwei Wochen nach der Erdbeben- und Tsunamikatastrophe auf der indonesischen Insel Sulawesi haben Behörden die Suche nach Opfern noch bis Freitag verlängert.

INDONESIA-QUAKE

Schwierige Bergung Bild: YUSUF WAHIL (AFP)

Die indonesische Regierung hatte der Katastrophenschutzbehörde ursprünglich nur bis Donnerstag Zeit gegeben, um den Notfalleinsatz und die Bergung von Leichen abzuschließen. Danach sei die Seuchengefahr zu groß.

Bei einem erneuten Beben auf den indonesischen Inseln Java und Bali wurden drei Menschen getötet. Beim schweren Beben und dem anschließenden Tsunami am 28. September kamen mindestens 2.065 Menschen ums Leben, das Schicksal von weiteren 5.000 Menschen ist nach Behördenangaben ungeklärt. Sie werden unter den Trümmern und Schlammmassen der zu Palu gehörenden Dörfer Balaroa, Petobo und Jono Oge vermutet. Ganze Nachbarschaften waren in einem Erdloch verschwunden - wir haben berichtet.

Probleme bei der Bergung

Bergungskräfte hatten seit Tagen immer größere Probleme, zu den in der Hitze rasch verwesenden Leichen in den Trümmern und dem steinhart gewordenen Schlamm vorzudringen. Bis zur erwarteten Aufhebung des Notstands am 26. Oktober sollen Bereitschaftsteams in Palu bleiben. Die Behörden planen, die zerstörten Dörfer zu Massengräbern zu erklären. Parks und Monumente sollen künftig dort an die Opfer erinnern.

Knapp 80.000 Menschen haben nach amtlichen Angaben ihr Heim verloren, insgesamt 200.000 Menschen sind nach Schätzungen der Vereinten Nationen dringend auf Hilfe angewiesen. Trotz internationaler Hilfe sind Trinkwasser und Lebensmittel knapp, die medizinische Versorgung ist schlecht. UN-Generalsekretär Antonio Guterres wollte am Freitag gemeinsam mit dem indonesischen Vize-Präsidenten Jusuf Kalla das Katastrophengebiet besuchen.

Indonesien mit seinen rund 17.000 Inseln liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, an dem tektonische Platten aufeinanderstoßen. Erdbeben sind dort besonders häufig. 

 

Kommentare anzeigen »
Artikel nachrichten.at/apa 11. Oktober 2018 - 14:26 Uhr
Mehr Weltspiegel

Suche nach 800 Leichen von Heimkindern in Irland

DUBLIN. Auf der Suche nach fast 800 Kinderleichen hat die irische Regierung systematische Ausgrabungen auf ...

Sex auf Autobahn: Spanische Polizei sucht liebestolles Paar

MADRID. Wegen gefährlichen Verkehrsverhaltens hat die spanische Polizei ein liebestolles Pärchen zur ...

Bub aus Deutschland bot Freund im Internet zum Verkauf an

MÜNCHEN. Ein 15-Jähriger hat seinen jüngeren Freund „aus Spaß“ im Internet zum Verkauf angeboten.

"Viagra des Himalaya" wegen Klimawandels immer seltener

Der Klimawandel bedroht das wertvolle "Viagra des Himalaya": Ein in Raupen wuchernder Schmarotzerpilz, der ...

Kanada: Museumsbesuch auf Rezept

MONTREAL. Eine Gruppe von Ärzten im kanadischen Montreal kann Patienten zu therapeutischen Zwecken künftig ...
Meistgelesen   mehr »
Weitere Meldungen
OÖNachrichten auf Facebook OÖNachrichten auf Twitter OÖNachrichten auf Google+ OÖNachrichten RSS