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"Park+Pray"-Kapelle wird eröffnet und eingeweiht

RASSACH. Mit jahrelanger Verspätung hat die weltweit erste "Park+Pray"-Kapelle im weststeirischen Rassach nun geöffnet.

In der kleinen Kapelle direkt an der B76, Radlpass-Straße, zwischen Stainz und Deutschlandsberg sollen vor allem Autofahrer, Biker und Radfahrer rund um die Uhr innere Einkehr halten und für das Wohl Anderer beten können.

Der ehemalige Bürgermeister Gernot Becwar bestätigte am Samstag Berichte der "Salzburger Nachrichten" und der "Kleinen Zeitung", wonach die einzigartige Kapelle am Sonntag um 14.00 Uhr geweiht wird. Doch schon seit langem können Verkehrsteilnehmer in dem Gotteshaus eine stille Minute einlegen. Das hätten auch schon einige der rund 14.000 vorbeifahrenden Menschen getan, meinte Becwar. Nun soll die Möglichkeit aber mit der international verständlichen Wort-Bild-Marke noch mehr angenommen werden.

Seit Herbst 2011 war die aus dem 19. Jahrhundert stammende, dringend sanierungsbedürftige Marxenkapelle hergerichtet und als "Flaggschiff" einer "Park+Pray"-Kapelle umgestaltet worden. Mehr als 25.000 Euro an Spenden sammelte der ehemalige Bürgermeister, vom Land Steiermark kamen noch 5.000 Euro dazu. Mit dem Geld konnte die feuchte Kapelle trockengelegt und ein Steinfußboden verlegt werden. Außerdem wurde der Innenraum neu ausgemalt und die neue Tür eingebaut. Auch ein Altar konnte mit den Spenden errichtet werden.

Die Idee zu der "Park+Pray"-Kapelle hatte vor Jahren der Deutsche Hans Jörg Karrenbrock: "Andachtsräume, Kapellen und Kirchen gibt es viele. Viele werden aber auch übersehen, vor allem wenn sie abseits der Straße liegen." "Park+Pray" sei nicht nur eine Beschreibung, es sei auch "ein wohlgemeinter Imperativ" und löse einen Impuls aus: "Halte an, parke und bete!", meinte der Wahlsteirer vor zwei Jahren.

Für die verspätete Eröffnung war laut Becwar sein - auch für ihn selbst überraschender - Rückzug als Bürgermeister mitverantwortlich. Sein Nachfolger hatte ihn schließlich gebeten, das Projekt fertigzustellen. Becwar rechne mit rund 1.000 Menschen pro Jahr, die in der Kapelle eine Rast einlegen. Zur Weihe werden etwa 200 Leute erwartet.

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Artikel nachrichten.at/apa 17. Mai 2014 - 11:44 Uhr
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