Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Samstag, 17. November 2018, 15:42 Uhr

Linz: 8°C Ort wählen »
 
Samstag, 17. November 2018, 15:42 Uhr mehr Wetter »
Startseite  > Politik  > Landespolitik

Oberösterreichs höchste Orden gibt es fast nur für Politiker

LINZ. Erst 15 Mal wurde Oberösterreichs höchster Orden seit 1983 vergeben: An 13 Politiker und zwei Kirchenmänner. Frauen gingen leer aus.

Oberösterreichs höchste Orden gibt es fast nur für Politiker

Die ersten vier Stufen des Ehrenzeichens des Landes Bild: OÖN

Seit 1983 (damals wurde das Ordensgesetz geändert) hat zum Beispiel nur ein Bundespräsident das Große Goldene Ehrenzeichen des Landes Oberösterreich erhalten: Rudolf Kirchschläger. Neben Kardinal Franz König erhielt auch der Linzer Altbischof Maximilian Aichern die höchste Auszeichnung. Ansonsten bekamen nur Politiker diesen Orden, darunter keine einzige Frau. Hintergrund dürfte sein, dass bis heute meist Männer jene Ämter erlangen, deren Träger für Höchstauszeichnungen in Frage kommen.

Nur wenige Frauen sind es auch beim zweithöchsten Orden Oberösterreichs, dem Großen Ehrenzeichen. Unter den 38 Geehrten seit 1983 sind nur sieben Frauen. Insgesamt dominieren auch hier Politiker und Vertreter der Sozialpartner. Der einzige aktive Landeshauptmann, der diesen Orden seit 1983 bekommen hat, ist Wiens Bürgermeister Michael Häupl.

Breiter wird das Spektrum der Ausgezeichneten erst ab Stufe drei, dem Goldenen Ehrenzeichen. Dort finden sich neben Politikern auch Künstler, Sportler, Wissenschafter und Unternehmer. Aber auch in dieser Kategorie sind unter den 283 Ausgezeichneten nur 23 Frauen.

Beobachter sagen, dass die obersten der sieben Ordensstufen nicht repräsentativ für die gesamte Verleihungspraxis sind: In den unteren Stufen würden Menschen aus unterschiedlicheren Gruppen ausgezeichnet. Übrigens: Wer ein Ehrenzeichen trägt, das ihm nicht verliehen wurde, begeht eine Verwaltungsübertretung. Es drohen bis zu 360 Euro Strafe.

 

Träger der beiden höchsten Landesorden seit 1983

• Großes Goldenes Ehrenzeichen: Altbundespräsident Rudolf Kirchschläger, Bischof Maximilian Aichern und Kardinal Franz König; die Ex-Landeshauptmänner Erwin Wenzl und Josef Ratzenböck; die einstigen Vizekanzler Wilhelm Molterer und Alois Mock; die einstigen Landeshauptmann-Stellvertreter Karl Albert Eckmayr, Karl Grünner, Erich Haider, Fritz Hochmair, Gerhard Possart; die einstigen bayerischen Ministerpräsidenten Max Streibl und Edmund Stoiber; Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl.

• Großes Ehrenzeichen (Auswahl): ehemalige Mitglieder der Bundesregierung wie Brigitte Ederer, Ursula Haubner, Heinrich Übleis und Helmut Kukacka; die Ex-Landesräte Hans Achatz, Josef Fill, Leopold Hofinger, Josef Stockinger, Silvia Stöger; Bischof Ludwig Schwarz und der aus Oberösterreich stammende Kurien-Erzbischof Alois Wagner; der Ex- Präsident des Verfassungsgerichtshofs, Ludwig Adamovich; die einstigen Landtagspräsidentinnen Angela Orthner, Johanna Preinstorfer, Doris Eisenriegler; außerdem mehrere Vertreter der Sozialpartner.

Goldene Ehrenzeichen des Landes Oberösterreich


Träger des Goldenen Ehrenzeichens
PDF Datei (10Kb)

(zum Öffnen bitte anklicken!)


 

 

 

 

 

 

 

Kommentare anzeigen »
Artikel Heinz Niederleitner 10. Februar 2012 - 00:04 Uhr
Lade Umfrage
 
Umfrage wird geladen, bitte warten...
 
Mehr Landespolitik

"Oberösterreich ist ein schönes, herrliches Land"

Wie aus dem Landtag der Monarchie schrittweise ein demokratisch gewähltes Gremium wurde.

Als aus dem Erzherzogtum das Bundesland wurde

Am Sonntag feiert die Landespolitik "100 Jahre Oberösterreich"

55 Millionen Euro mehr für die JKU: Wie Linz die Wiener überzeugte

LINZ/WIEN. Intensiv waren die Verhandlungen über das Uni-Budget für die Leistungsperiode 2019 bis 2021.

"Die Identität musste erst wachsen"

17 Jahre lang war Josef Ratzenböck Oberösterreichs Landeshauptmann, er hat dieses Land mit aufgebaut und ...

Budget steigt kräftig: JKU will Angebot ausbauen und 30 Professoren holen

LINZ. Verhandlungs-Marathon in Wien brachte weitere 55 Millionen Euro für die Linzer Uni.
Meistgelesen   mehr »
Weitere Meldungen
OÖNachrichten auf Facebook OÖNachrichten auf Twitter OÖNachrichten auf Google+ OÖNachrichten RSS