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FP-Chef Strache drängt auf Papamonat für alle

WIEN. Vizekanzler hält nichts von der Hinhaltetaktik der ÖVP, die auf eine kommende EU-Richtlinie verweist.

Die FPÖ erhöht in Sachen Papamonat den Druck auf den Koalitionspartner. Am Montag sprach sich auch Vizekanzler Heinz-Christian Strache dafür aus, allen Jungvätern die Möglichkeit der vierwöchigen beruflichen Auszeit einzuräumen. Das würde nicht viel Geld kosten und eine echte familienpolitische Verbesserung bringen, sagte Strache, der sich selbst nach vierwöchigem Papamonat zurückmeldete.

Am Wochenende hat IHS-Chef Martin Kocher die jährlichen Kosten für die heimischen Unternehmen durch einen einheitlichen Rechtsanspruch mit bis zu 30 Millionen Euro beziffert.

Video: In die Diskussion um den Papamonat könnte wieder Bewegung kommen. Frisch aus seinem Papa-Monat zurück spricht sich heute FPÖ-Vizekanzler Heinz-Christian Strache für einen Papamonat für alle aus.

Der Einwand der ÖVP, die zunächst die geplante EU-Richtlinie abwarten will, wonach ein zehntägiger Vaterschaftsurlaub vorgesehen ist, überzeugt den FP-Obmann nicht: "Alles, was wir selbst lösen können, ist immer gut", plädiert Strache für eine österreichische Regelung. Derzeit können Väter nach der Geburt den Familienzeitbonus in Anspruch nehmen. Seit 1. März 2017 kann man dabei 31 Tage zu Hause bleiben und 700 Euro Kindergeld beziehen, sofern der Arbeitgeber zustimmt.

Im ersten Jahr wurde diese Möglichkeit nur von 642 Männern in Anspruch genommen. Mit 7338 ist der Wert 2018 zwar stark angestiegen. Bei jährlich rund 90.000 Geburten waren es aber immer noch deutlich weniger als zehn Prozent.

Der Berufsverband Österreichischer Psychologen und der Dachverband Männerarbeit verwiesen auf eine "Fülle an Studien", die belegen würden, dass sich ein Papamonat positiv auf die Vater-Kind-Beziehung auswirke.



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Artikel OÖN 12. Februar 2019 - 00:04 Uhr
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