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Herumgedoktert

Nun wird Deutschland also nicht mehr von einem Doktor der Universität Bayreuth verteidigt, sonder nur mehr von einem einfachen, unakademischen Karl Theodor zu Guttenberg. Dieser ist momentan aber ohnehin mehr mit seiner eigenen Verteidigung beschäftigt: gegen die Vorwürfe, er habe große Teile seiner Doktorarbeit abgeschrieben. Da gingen doch wohl nur aus Versehen beim Copy-Paste-Drücken die Fußnoten verloren...

Die Verlockung, die Kopier- und Einfügetasten auf dem Computer exzessiv zu gebrauchen, ist im Internetzeitalter mit seiner Informationsflut immer größer geworden. Damit aber auch die Möglichkeiten, mit spezieller Plagiatssoftware Raubkopierer geistigen Eigentums schnell zu entlarven. Nicht ohne Grund ist auch an Österreichs Universitäten eine solche Softwareprüfung bei Diplom- und Doktorarbeiten üblich.

Erstaunlich ist im Fall Guttenberg, wie schnell eine Schar von freiwilligen Plagiatsjägern auf der offenen Plattform Wikia ein GuttenPlag Wiki gegründet hat. In wenigen Tagen haben die politisch nicht zuordenbaren Schnüffelnasen das herausgefunden, wozu Wissenschaftler Wochen benötigt hätten: Auf 40,96 Prozent der über 400 Seiten starken Guttenberg-Doktorarbeit stünden gestohlene (weil nicht zitierte) Textpassagen. Nur dieser Druck hat Guttenberg veranlasst, schnell zu handeln und seinen Titel auf Dauer zurückzulegen. Das sollte auch anderen Textdieben eine Lehre sein.

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Artikel Ulrike Rubasch 23. Februar 2011 - 00:04 Uhr
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