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Gesundheit

Probleme in der Partnerschaft können die Gesundheit beeinträchtigen

Von Dr. Johannes Neuhofer   15. Februar 2020 00:04 Uhr

Seit zehn Jahren bin ich verheiratet, unsere Beziehung wird immer schlimmer. Sex haben wir überhaupt keinen mehr. Ich fühle mich elend, was kann ich tun?

Hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine Frau, heißt es, und heute auch genauso umgekehrt. Eine glückliche Partnerschaft in gegenseitiger Wertschätzung ist eine Kraftquelle, die Erquickung im Alltag beschert und sogleich Grundlage für beruflichen Erfolg und auch für die Gesundheit ist. Ein indischer Weiser hat einmal folgenden Vergleich gezeichnet:

"Wenn man das Leben mit einem hohen Turm vergleicht und darin auf einer Wendeltreppe emporsteigt, schafft man mit seinem Schlüssel allein höchstens drei Stockwerke. Um den vierten Stock zu öffnen, braucht man auch noch den zweiten Schlüssel, nämlich den des geliebten Lebensmenschen."

Der Weise unterstreicht damit die enorme Bedeutung der Zweisamkeit, um höheres Glück und Erfolg in seinem Leben zu erklimmen.

Ist das Gegenteil der Fall und die Beziehung liegt im Argen, besteht Handlungsbedarf, und zwar rasch, bevor dieses Unkraut die edlen Früchte der Gemeinsamkeit unausrottbar überwuchert.

Die Korrektur benötigt Zeit und Aufmerksamkeit, wenn man vom gemeinsamen Weg des partnerschaftlichen Glücks abzudriften droht. Oftmals ist auch professionelle Hilfe anzuraten, besonders wenn der Respekt und die Akzeptanz des Partners verloren ist.

Allzu oft erlebe ich in meiner Praxis, wie unauflösbare Probleme in der Partnerschaft nicht nur die berufliche Laufbahn beeinträchtigt, sondern auch schwerwiegende Krankheiten psychosomatischen Ursprungs hervorrufen können. Partnerprobleme lassen oft so manchen üblen Virus als harmlos erscheinen. Sie sind wie Ratten, die schön langsam die Gesundheit zernagen können.

Sie sind da leider in breiter Gesellschaft, wie die Scheidungsraten statistisch bescheinigen. Das hilft aber nicht weiter! Sie sollten sich aufraffen und das klärende Gespräch suchen, statt sich zu ducken und dem Unglück freien Lauf zu lassen. Klären Sie die verfahrene Situation, vergessen Sie auch Ihre Bedürfnisse nicht, dann haben Sie die Chance, wieder auf den Weg des gemeinsamen Glücks zu finden.

Haben Sie Fragen zur Gesundheit? Schreiben Sie OÖN-Doktor Johannes Neuhofer (Dermatologe), der diese Kolumne mit einem Ärzteteam betreut: Clemens Steinwender (Kardiologe), Reinhold Függer (Chirurg), Rainer Schöfl (Gastroenterologe), Josef Hochreiter (Orthopäde), Werner Schöny (Psychiater).

E-Mail: doktor@nachrichten.at

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