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Fit und schlank in 8 Wochen

Smoothies: Gesundheit "to go"?

26. April 2016 00:04 Uhr

Smoothies: Gesundheit "to go"?
Frisches Obst und Gemüse sind noch immer erste Wahl.

Warum Hochleistungsmixer chic, trendy, oft verwendet, gut und teuer, aber ernährungs-physiologisch nicht unbedingt notwendig sind. Warum selbst gemixte Smoothies mit möglichst wenig Obst und viel Gemüse die gesündere Alternative sind und wie sie täglich genossen werden können.

Der Mensch soll täglich fünf Portionen Obst und Gemüse essen, lautet die Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation WHO. Da kommt ein Smoothie – also ein pürierter Mix aus Früchten und Gemüse – wie gerufen: Mit einer kleinen Flasche lassen sich locker bis zu zwei Portionen der Ration abdecken. Gesundheit "to go", sozusagen.

Nur: Sind Smoothies tatsächlich ein Ersatz für frisches Obst? Experten raten nicht uneingeschränkt zum Genuss, auch wenn die bunten Obst- und Gemüsegetränke wahre Gesundheits-Wunder verheißen. Sie versprechen obendrein Energie-Explosionen oder enthalten oft auch "Superfoods", wie etwa Baobab, die Frucht des Affenbrotbaumes. Diese wird als reich an Vitamin C, Eisen und antioxidativ wirksamen Polyphenolen beschrieben.

Am besten selbst mixen!

"Hausgemachte Smoothies sind industriell hergestellten auf jeden Fall vorzuziehen", sagt Nicole Hamberger, Ernährungswissenschafterin in der Abteilung Gesundheitsförderung und Prävention der Gebietskrankenkasse Oberösterreich. Denn: Industriell hergestellte Smoothies bestehen zumeist aus einem hohen Anteil an Fruchtmark und Fruchtsaftkonzentraten – und enthalten damit mit Sicherheit mehr Fruchtzucker als jener Smoothie, den ich mir in meiner eigenen Küche mixe. Denn Fruchtzucker an sich ist nichts Schlechtes, allerdings kann er nicht direkt als Energiequelle genützt werden.

Die Fruktose wird in der menschlichen Leber nämlich in Fett umgewandelt. Das kann bei übermäßigem Konsum sogar zu einer Krankheit, beispielsweise zu einer Fettleber, führen. Beim Selbermachen sollte man also folgende Regeln beachten.

Bitte mehr Gemüse als Obst

In Smoothies sollte deshalb möglichst wenig Obst enthalten sein. Ein Drink aus Banane, Birne und Apfel lässt den Blutzuckerspiegel nämlich in die Höhe schnellen und danach ebenso schnell sinken. Dadurch wird eine Heißhungerspirale in Gang gesetzt. "Auch sollte klar sein, dass Smoothies als Durstlöscher für zwischendurch nicht geeignet sind", sagt Ernährungsexpertin Hamberger. Sie empfiehlt als "gesunde" Zutaten Obst in Maßen, Gemüse und Blattwerk (Kohlrabiblätter, Radieschenblattwerk und viele mehr). Super sind auch Kräuter. Diese bringen zusätzlich Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe in die Getränke.

Kräuter unterstützen Stoffwechselprozesse im menschlichen Körper, ebenso das Immunsystem und den Verdauungstrakt. Sie können zudem antibakteriell, antiviral, blutdruckstabilisierend, blutzuckerstabilisierend, krebshemmend, cholesterinsenkend und antioxidativ wirken. "Diese gesundheitsfördernden Wirkungsweisen haben Obst, Gemüse und Kräuter aber auch dann, wenn sie nicht als Smoothie konsumiert werden", betont Hamberger. Obendrein sollte man regionale und saisonale Zutaten bevorzugen. "Diese enthalten noch mehr Vitalstoffe, da sie keine langen Transportwege zurücklegen müssen." Was die Menge anlangt, sollte man täglich nicht mehr als zwei Hände voll Obst – auch nicht als Smoothie – essen. "Konsumieren Sie nie mehr Obst und Gemüse als Smoothie, als Sie in einer Mahlzeit essen könnten", empfiehlt die Ernährungswissenschafterin.

Ein normaler Mixer reicht

Die Karriere der Smoothies hat so genannte Hochleistungsmixer in die Regale der Elektromärkte gebracht. Für diese Geräte wird von der Industrie mit dem Argument geworben, dass hohe Umdrehungszahlen Zellwände "aufbrechen". Dadurch würden Nährstoffe leichter aufgenommen. "Das ist Hokuspokus", so Hamberger. Denn das würde ja heißen, dass eine Maschine besser als die menschliche Verdauung funktioniert. (haas)

 

Grüne Smoothies

Grüne Smoothies können gemixt werden aus Bataviasalat, Feldsalat, Wirsing, Spinat, Mangold, Rucola, Kohl, Grün von Kohlrabi, Karotte, Radieschen, Fenchel, Knollen- und Stangensellerie, Rote Rübe, Pastinake.

Achtung: Nicht alle Pflanzenblätter sind der Gesundheit zuträglich. Rhabarberblätter, das Grün von Tomaten, Paprika und Kartoffeln enthalten Stoffe wie Oxalsäure oder Solanin. Letzteres kann Kopfschmerzen oder Atemnot auslösen.

11x grünes „Superfood“:

Giersch (Blätter, Früchte, Blüten): viel Eiweiß, Vitamin A und C, Eisen, Magnesium, entzündungshemmend, Chlorophyll,
Brennnessel: 30 Mal soviel Vitamin C und 50 Mal so viel Eisen wie Blattsalat, Kieselsäure, blutreinigend, entwässernd, Achtung: nur junge Triebe (Nitrat), schmeckt spinatartig, nussig,
Brennnesselsamen: Vitamin E, Linolsäure,
Vogelmiere: Vitamin-C-Lieferant das ganze Jahr, hoher Mineralstoffgehalt,
Löwenzahn (junge Blätter, honigsüße Blüte): Vitamin C, Kalium, Eisen, Magnesium, Bitterstoffe,
Gänseblümchen: honigsüßer Geschmack,
Gundermann: bindet Schwermetalle und Giftstoffe, gegen Husten und Schnupfen, entzündungshemmend, reinigend,
Rotklee: viel Eiweiß, Isoflavone, Zellschutz,
Sauerampfer: DER Vitamin C- Lieferant, Isoflavonoide, toller Geschmack,
Bärlauch: antibiotische Wirkung,
Spitzwegerich: Schleimstoffe gegen Hustenreiz.

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