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Schwere Knochen oder doch die Gene?

Von Barbara Rohrhofer, 02. April 2016, 00:05 Uhr

Die häufigsten Erklärungsversuche und Ausreden für Speckröllchen im Experten-Check. Welchen Einfluss haben Alter, Wechseljahre, die Gene oder die Darmflora auf unser Gewicht?

  • "Ich brauch’ ein Stück Schokolade nur anzuschauen, und schon hab’ ich ein halbes Kilogramm mehr auf den Hüften"
  • "Ich kann nichts dafür, dass ich so dick bin, das liegt bei uns in der Familie"
  • "Leider habe ich echt schwere Knochen, die sind schuld an meinem Gewicht"

 

So oder ähnlich entschuldigen viele Übergewichtige ihre überflüssigen Kilos. Mit einigen "Ausreden" liegen Betroffene gar nicht so falsch, andere sind sehr, sehr weit hergeholt und stimmen nur bedingt.

 

Schwere Knochen: Die Waage zeigt unser Gewicht an. Woraus die vielen Kilogramm aber wirklich bestehen, sagt sie uns nicht. Wissenschaftlich belegt ist, dass das menschliche Skelett einen Anteil von zwölf Prozent am Gesamtgewicht hat. Bei einem 75 Kilogramm schweren Menschen wiegen die Knochen also neun Kilogramm. Wie schwer können nun schwere Knochen sein? Selbst wenn nun jemand ein stabileres Skelett mit dickeren und dichteren Knochen hat, bringen sie in diesem Fall maximal zwei Kilogramm mehr an Gewicht mit.

Schlechte Gene: "Rund 40 Prozent der Erwachsenen in Österreich sind übergewichtig. Übergewicht betrifft etwa jeden zweiten Mann und jede dritte Frau, wie der aktuelle österreichische Ernährungsbericht zeigt", sagt Andrea Wesenauer, Direktorin der OÖ. Gebietskrankenkasse. Übergewicht sei meist ein Zusammenspiel aus persönlichem Verhalten und den Genen. In der Tat haben manche Menschen eine Erbsubstanz, die es schwierig macht, schlank zu bleiben. Forscher schätzen mittlerweile den Einfluss, den die genetische Veranlagung hat, auf bis zu 60 Prozent. Trotzdem müssen Betroffene nicht zwangsläufig dick werden.

Das Alter ist schuld: Mit den Jahren kommt es zu einem Abbau an Muskelmasse – der Grundumsatz sinkt. Je älter der Mensch, desto geringer ist demnach sein Energiebedarf. "Ich esse nicht mehr als vorher und nehme trotzdem zu", gehört zum natürlichen Alterungsprozess.

Die Wechseljahre: "Ab den Wechseljahren legt man viel leichter zu." Diese Aussage stimmt leider wirklich zum Teil. Die schlanke Taille geht tatsächlich verloren, weil sich durch den Rückgang der Produktion weiblicher Hormone die Fettverteilung zum Bauch hin verlagert. Die Wechseljahre verändern also die Körperkontur. Richtig dick machen sie nur indirekt. Weil die Muskelmasse sinkt, verbraucht der Körper weniger Energie, eine Frau ab 50 braucht also deutlich weniger Kalorien. Leider nimmt der Appetit nicht automatisch ab. Im Gegenteil: Sinkt der Hormonspiegel, steigt bei vielen Frauen die Lust aufs Essen. Da auch der Stoffwechsel mit den Jahren träger wird, haben wir oft schon wieder Appetit, wenn der Körper noch mit den vorhandenen Kalorien beschäftigt ist.

Die Darmflora: Neueste Forschungen schieben auch der Darmflora eine gewisse Schuld am Übergewicht zu. Einer im Fachmagazin "Nature" veröffentlichten Studie zufolge beeinflusst die Darmflora auch das Gewicht eines Menschen und ob er Stoffwechselstörungen entwickelt oder nicht. Für die Studie teilten die Wissenschafter die Probanden in zwei Gruppen: Die mit einer artenreichen Darmflora und die zweite mit einer bis zu 40 Prozent geringeren mikrobiellen Besiedlung: Letztere Teilnehmer waren öfter übergewichtig, hatten einen gestörten Fettstoffwechsel oder zeigten eine Vorstufe zum Diabetes Typ 2. Die Wahrscheinlichkeit, auch künftig an Übergewicht zu leiden, war höher.

 

Zahlen und Fakten

50 Jahre: Eine Frau ab 50 Jahren braucht deutlich weniger Kalorien. Das liegt am Abbau der Muskelmasse – der Grundumsatz sinkt.

60 Prozent ist genetisch: Forscher schätzen mittlerweile den Anteil, den die genetische Veranlagung auf das Übergewicht hat, auf bis zu 60 Prozent. Betroffene müssen dennoch nicht unbedingt dick sein.

Zwei Kilogramm mehr an Gewicht sind möglich, wenn jemand tatsächlich ein stabileres Skelett mit dickeren und dichteren Knochen hat. Die „schweren Knochen“ gehen also als Ausrede kaum durch.

 

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2  Kommentare
2  Kommentare
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Inmediasres (802 Kommentare)
am 02.04.2016 07:50

Nahrung wird unterschiedlich verwertet, daher gibt es Menschen, die sehr leicht zunehmen und andere bleiben immer gleich schlank oder dünn.

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( Kommentare)
am 02.04.2016 07:20

.....oder doch das futter, was man in sich stopft?

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