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Gesundheit

EU-Gesundheitsagentur: "Das ist eindeutig eine zweite Welle"

Von nachrichten.at/apa   23. Oktober 2020 15:16 Uhr

Coronavirus disease (COVID-19) pandemic in Prague
Tschechien ist aktuell besonders stark betroffen.

BRÜSSEL. Spitzenreiter in der aktuellen Auswertung der EU-Gesundheitsagentur ECDC ist Tschechien mit 1.149 Fällen pro 100.000 Einwohnern.

Die EU-Gesundheitsagentur ECDC schätzt die Corona-Situation als große Bedrohung für die öffentliche Gesundheit ein. Im Risiko-Update vom Freitag hieß es, in den EU-Ländern hätten die Covid-19-Infektionen in den letzten Wochen erheblich zugenommen. Der Anstieg der gemeldeten Fälle sei nicht mehr nur auf vermehrte Tests zurückzuführen. 

Verglichen mit diesen 1.149 Fällen liegt Österreich mit einer Neuinfektionsrate von 234 pro 100.000 Einwohner über 14 Tage im Europavergleich noch im Mittelfeld. Österreichs Nachbarländer Slowakei (360) und Slowenien (487) sind ebenfalls weit vorne zu finden. Extrem ist die Lage in Belgien, das mit 1.020 als zweites Land bereits im vierstelligen Bereich liegt. Deutschland ist mit 107 noch auf einem ganz anderen Niveau unterwegs.

"Erwarten, dass es noch schlimmer wird"

"Was wir jetzt sehen, ist eindeutig eine zweite Infektionswelle und wir erwarten, dass es noch schlimmer wird", sagte Agoritsa Baka, Expertin für Krisenvorsorge bei der ECDC, am Freitag dem Schwedischen Radio. Besorgniserregend sei, dass nun auch wieder mehr ältere Menschen infiziert würden. "Viele Länder haben steigende Sterblichkeitsraten gemeldet, und die Gesamtzahl der Todesfälle ist seit über einem Monat gestiegen", hieß es in dem Bericht.

Auch wenn die Sterberate niedriger sei als zu Beginn der Pandemie, müsse man damit rechnen, dass sie steigen werde. "Tatsächlich wird der Schutz medizinisch gefährdeter Personen mit einem hohen Grad an Übertragung durch die Gemeinschaft schwieriger, und es ist unvermeidlich, dass mehr Personen, die nicht als medizinisch gefährdet gelten, schwere Krankheiten entwickeln."

Sechs Länder sind "stabil"

Derzeit gebe es nur sechs Länder in der Region, in denen eine stabile epidemiologische Situation vorliege, es sind dies laut ECDC Estland, Zypern, Griechenland, Finnland, Norwegen und Liechtenstein. In allen anderen 25 Ländern sei die Situation besorgniserregend. Agoritsa Baka rät den Mitgliedstaaten: "Setzen Sie weiter auf die Rückverfolgung von Infektionen, unterstützen Sie Tests, bereiten Sie die Gesundheitssysteme auf einen erhöhten Druck vor und schützen Sie die gefährdete Bevölkerung."

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