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Hauptspeisen

Katzengschroa mit Petersilienerdäpfeln

12. Dezember 2009 00:04 Uhr

Katzengschroa mit Petersilienerdäpfeln
Die unharmonische Köstlichkeit

Mehrere Leserinnen und Leser baten um das Rezept einer schon beinahe vergessenen und leider nur noch selten in Gasthäusern angebotenen oberösterreichischen Spezialität: Katzengschroa.

Warum dieses Gericht so heißt, ist unklar. Angeblich hat es seinen Namen wegen der Ungleichheit der Zutaten (Fleisch und Innereien): Das „Gschroa“ von Katzen besteht ja auch aus sehr ungleichen Tönen und klingt unharmonisch. Die Erklärung ist unbefriedigend, weil ein gutes Katzengschroa schmeckt sehr harmonisch.

Dieses Katzengschroa-Rezept (es gibt kein „originales“, sondern allerlei Abwandlungen) und auch die zwei anderen Gerichte dieses Sonntagsmenüs haben uns Petra und Günther Windischbauer vom mehr als 400 Jahre alten Gasthof Mayrhuber in Waizenkirchen zur Verfügung gestellt. Gekocht wird bei diesen Kulti-Wirtsleuten täglich, außer Dienstag und Mittwoch.

Der Gründer dieses Gasthofes, Matthäus Mayrhuber, war ein Freund des in diesem Hause geborenen Opernkomponisten Wilhelm Kienzl („Der Evangelimann“). Ob Kienzl gerne ein Katzen-gschroa gegessen hat, ist nicht überliefert, wundern würde es uns aber nicht.

Zutaten für 4 Personen: 400 g Schweinefleisch mager, 200 g Schweineleber (besser noch: 150 g Leber und 50 g Niere), 2 kleine Zwiebeln, Mehl, Salz, Pfeffer, Majoran, trockener Weißwein, etwas Rindsuppe, 1 EL Crème fraîche, neutrales Öl zum Anbraten, 4 dünne Scheiben Bauchspeck, gekochte Erdäpfel, Petersilie

Zubereitung: Das Fleisch und die Innereien in Streifen schneiden, salzen und pfeffern. Die Zwiebeln schälen und blättrig schneiden. In einer Pfanne etwas Öl erhitzen und das Fleisch und die Innereien kurz anbraten (falls eine Niere verwendet wird, diese vorher auswässern).

Zwiebeln dazu geben, weiter rösten, mit Majoran würzen. Mit Mehl etwas stauben und mit einem Schuss Weißwein und Suppe aufgießen. Kurz aufkochen lassen und Crème fraîche unterrühren.

Den Speck kurz anbraten.

Geschnetzeltes anrichten, den Speck drauf legen. Mit Petersilienerdäpfel servieren.

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