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Sein Tod war die Geburt einer Legende

30. September 2015

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Bild 1/17 Bildergalerie: 60. Todestag von Legende James Dean

James Dean starb vor 60 Jahren: „Jenseits von Eden“ brachte dem Buben von der Farm den Durchbruch – ein Verkehrsunfall kostete ihn das Leben. Sein früher Tod machte ihn zur Legende, denn in unserer Erinnerung wird James Dean für immer jung, schön und rebellisch bleiben.

  • James Dean starb vor 60 Jahren: „Jenseits von Eden“ brachte dem Buben von der Farm den Durchbruch – ein Verkehrsunfall kostete ihn das Leben. Sein früher Tod machte ihn zur Legende, denn in unserer Erinnerung wird James Dean für immer jung, schön und rebellisch bleiben.

Er wurde nur 24 Jahre alt. Am 30. September, genau heute vor 60 Jahren, fuhr James Dean mit seinem Sportwagen auf einem kalifornischen Highway in den Tod.

Der Bub von der Farm, der später zum Idol einer ganzen Jugendkultur werden sollte, wollte eigentlich immer Schauspieler werden. Die meiste Zeit seines Darstellerlebens war er jedoch nicht der Star, sondern nur ein Statist. Seine erste Rolle hatte James Dean mit 19 in einem Pepsi-Werbespot. Text: keiner. In Western und Kriegsfilmen lief er durchs Bild, doch er wurde zumeist nicht einmal im Abspann erwähnt.

 

Elizabeth Taylor und James Dean in "Giant"

 

Erst „Jenseits von Eden“ änderte alles. Dean sah nicht nur gut aus, er war auch der zweifelnde, verzweifelte junge Mann, der nach Sinn suchte und mit der Umwelt nicht klarkam. Der junge Mann hatte alles, und war trotzdem nicht glücklich. Genau damit traf er den Nerv der Jugend in der Zeit nach dem Krieg.

Ikone der Jugendkultur

„Er ist eine Ikone des 20. Jahrhunderts“, sagt sein Nachlassverwalter Mark Roesler. „Dean hat seiner Generation aus der Seele gesprochen und mit einem Blick mehr gesagt als andere in ganzen Filmen.“ Roesler räumt ein, dass nichts Zufall war. Dean habe sein Image sorgfältig choreografiert. „Und damit ist er bis heute erfolgreich.“
Deans Leben war ein ständiges Auf und Ab. Nach Erfolgen kamen Niederlagen, nach Exzessen Depressionen, nach Freudentaumeln Schlägereien. In „... denn sie wissen nicht, was sie tun“ war er wieder ein Außenseiter. Die Mutprobe, in der er und sein Kontrahent in gestohlenen Autos auf eine Klippe zurasen, schrieb Filmgeschichte.

Ach ja, Autos. Dean liebte PS. Er fuhr Autorennen und kaufte einen Sportwagen nach dem anderen. Als er seinen Porsche Spyder – drei Tage alt, aufgesprayt der Name „Little Bastard“ – dem Schauspieler Alec Guinness zeigte, warnte ihn dieser: „Fahren Sie den nicht! Ansonsten sind Sie innerhalb einer Woche tot.“

Ungebremst in den Tod

Genau sieben Tage später war James Dean mit einem Automechaniker, dem Deutschen Rolf Wütherich, in Kalifornien in seinem Porsche auf einer als „Raserallee“ bekannten Straße unterwegs. Gerade hatte er wegen zu schnellen Fahrens einen Strafzettel bekommen, doch das bremste den 24-Jährigen nicht. Als ihm ein Wagen die Vorfahrt nahm, konnte er nicht mehr rechtzeitig ausweichen und bretterte in das andere Auto.

 

Das Wrack des Porsche 356 Spider, in dem James Dean am 30. September 1955 in der Nähe von Paso Robles/Kalifornien tödlich verunglückte.

 

Wütherich wurde aus dem Wagen geschleudert und lag schwer verletzt neben dem Wrack des Porsche. Dean saß noch drin. Beide Männer wurden ins Krankenhaus gebracht, bei der Ankunft wurde Dean für tot erklärt. Wütherich überlebte irgendwie. Er starb 1981 in Baden-Württemberg – bei einem Autounfall.

Dean ist Hollywood!

„Dean ist so lebendig wie eh und je“, versichert Roesler. „Es gibt kein College, in dem nicht mindestens ein Poster von ihm hängt, und er lässt sich nach wie vor prächtig vermarkten. Er ist Hollywood! Und solange sich die Menschen an Hollywood erinnern, werden sie sich an James Dean erinnern.“ Dabei sind zwei seiner drei Filme, in denen er die Hauptrolle spielte, erst nach seinem Tod auf den Markt gekommen. Und ein Fernsehspot, den er zwei Wochen vor dem Unfall aufgenommen hatte. Darin mahnt er zu vorsichtigem Fahren.

 

 

September 1955

  • 24. September: Der Urfahr-Herbstmarkt öffnet seine Pforten. Neben dem Vergnügungspark erwartet die Besucher in diesem Jahr auch ein „Kaffeezelt“, in dem an jedem Nachmittag eine Modeschau stattfindet. Die OÖN berichten übrigens täglich von dem bunten Treiben.
  • 28. September: Dem Wirtschaftsteil der OÖN zufolge erlebt die New Yorker Börse den stärksten Kurssturz seit dem großen Börsenkrach von 1929. Auslöser dafür soll der Herzinfarkt des amtierenden US-Präsidenten Dwight D. Eisenhower gewesen sein.
  • 28. September: Der damalige Finanzminister Reinhard Kamitz gibt den Ausbau des österreichischen Tabaksortiments bekannt. Demnach wurde angekündigt, in Zukunft unter anderem die Sorten „Premiere“ (Preis 50 Groschen) und „Smart“ (40 Groschen) herzustellen.
  • 30. September: Die Schlagzeile der OÖNachrichten am Todestag von James Dean vermeldet, dass die amerikanischen Truppen damit beginnen, Österreich zu verlassen.
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