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Kopfhörer #108: Stammtisch-Brüder mit Humor

Von Reinhold Gruber, 11. Februar 2024, 12:00 Uhr
Da Staummtisch aus Linz reflektiert auf "Nirwana" auch das eigene (musikalische) Leben. Bild: Robert Maybach

Die Linzer Hip-Hop-Formation Da Staummtisch hat auch auf „Nirwana“ das Lachen nicht verlernt.

Kommt man langsam der Lebensmitte näher, dann stellt man sich schon einmal die Frage, wo man denn so steht, in dem, was man tut. So ging es auch den Männern von Da Staummtisch.

Ihr aktuelles Album „Nirwana“ sei in gewisser Weise die Verortung der Band in einer Kultur, die zwar auch schon mehr als 50 Jahre alt ist, aber immer noch jung erscheint. „Mit Hip-Hop verbindet man immer noch jung, motiviert, neu“, sagt Andreas „Antrue“ Staudinger im OÖN-Gespräch. Und Hannes „Freistil“ Puchner erinnert daran, dass Hip-Hop weitestgehend noch eine Jugendkultur war, als die Linzer vor zwei Jahrzehnten in die Szene eingestiegen sind.

"Ist unsere Musik noch jung?"

Sind wir noch cool? Oder sind wir schon alt und machen nur noch junge Musik? Und: Ist unsere Musik überhaupt noch jung? Es waren Fragen dieser Art, die das Trio (Roland „Roleee Solo“ Glockner ist der Dritte im Staummtisch-Bunde) für „Nirwana“ beschäftigte. Die Antwort hört man den 12 Songs an. Kurz formuliert könnte man sagen: Sie haben noch das Feuer, stehen treu zu ihrem Stil und haben bei aller verständlichen Kritik an der Zeit und ihrer Missstände ihren Humor nicht verloren. „Es muss immer ein Lacher dabei sein“, sagt Staudinger. „Wir reißen auch privat gerne einen Schmäh.“

Das Augenzwinkern macht Songs wie „Stödinedsoau“ ebenso besonders wie „Kreiz min Kreiz“, und „Schau ma moi“ nimmt die österreichische Mentalität auf die Schaufel, wonach nicht jede Krise automatisch in einer Katastrophe enden muss. Am Ende von „Nirwana“ steht mit „Letzta Tog“ ein Song, der Zeugnis davon ablegt, dass die drei eben auch schon ein wenig älter sind. Die Botschaft ist klar: Schiebe nichts auf. „Das ist ein Aufruf zur Reflexion“, sagt Puchner.

In der Mundart („sie hat Charme“) wollen die Hip-Hop-Musiker nicht mit dem Zeigefinger daherkommen, sondern eine Brücke zwischen den Generationen schlagen. „Nirwana“ ist die musikalische Visitenkarte einer Band, wo sie jetzt gerade steht. Gut so.

Da Staummtisch „Nirwana“ (Tonträger Records)

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Autor
Reinhold Gruber
Lokalredakteur Linz
Reinhold Gruber
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