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„Brand“: Flächenbrand aus Liebe und Rache

Flächenbrand aus Liebe und Rache

Josef Bierbichler, Angela Gregovic Bild: Thimfilm

„Brand“: (Österreich, Deutschland, 2010, 105 Min.) Regie: Thomas Roth

OÖN Bewertung:

Am Sterbebett seiner Frau entbrennt Brand (Josef Bierbichler), selbst nicht mehr taufrisch, für die junge, attraktive Krankenschwester Angela (Angela Gregovic). Der Beginn einer verhängnisvollen Affäre, denn Angelas Mann (Denis Moschitto), türkisch stämmiger und Polizist obendrein, kommt dem amourösen Geschehen auf die Schliche und hat es fortan von Rachsucht getrieben auf Brand abgesehen.

Wie Zahnräder greifen die Ereignisse ineinander, wird die Spirale aus Amour fou, Eifersucht und Gewalt immer enger, bis am Ende fast nichts mehr stehen kann als der Tod.

Krimi-Spezialist Thomas Roth („Trautmann“), Sohn des Autors Gerhard Roth, hat einen herben, düsteren Thriller um Leidenschaft, Sex, Gewalt, Betrug, Verrat und stilles Leiden geschaffen, dessen Handlung teils konstruiert wirkt, aber viel Subtiles zwischen den Zeilen erzählt.

„Knochenmann“ Josef Bierbichler hüllt sich als Schriftsteller Brand, dem die Worte abhanden gekommen sind und der stattdessen das Sterben seiner krebskranken Frau in Bildern dokumentiert, in herbe Unnahbarkeit. Fast noch beeindruckender ist Erika Deutinger als todkranke Ehefrau, der sich am Ende ihres Lebens noch das Ende ihrer Ehe offenbart. Ihr Sterben im Abseits ist das eigentliche, stille Drama des Filmes. Gut besetzt sind auch die Nebenrollen mit Karlheinz Hackl, Heribert Sasse und Manuel Rubey, einstiger Landestheater-Darsteller. (kasch)

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Artikel 30. April 2011 - 00:04 Uhr
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