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Freizeit

Das neue "Green Belt Center" – Tor zum Grünen Band Europa

In Windhaag bei Freistadt eröffnet kommenden Sonntag ein neuer Zugang zu sanftem Naturtourismus.

Das neue "Green Belt Center" – Tor zum Grünen Band Europa

Die einst "tote Grenze" ist Rückzugsort und Heimat für seltene, andernorts bedrohte Tier- und Pflanzenarten geworden. Bild:

Bis 1989 teilte der Eiserne Vorhang unseren Kontinent in Ost und West. Jahrzehntelang wurde hinter einem Metallgitterzaun ein breiter Streifen Land systematisch entvölkert, militärisch gesichert und überwacht. Das einzig Gute daran: Die Natur bekam hier eine ihr selten gewährte Atempause. Sie nutzte ihre Schonzeit, das Gebiet verwilderte und wurde Rückzugsort und Heimat für seltene, andernorts bedrohte Tier- und Pflanzenarten.

Nach der Grenzöffnung 1989 entstanden die ersten Ideen, um diesen Lebensraum quer durch Europa unter dem Titel "Grünes Band" zukünftig besonders zu schützen. Diesem Auftrag fühlt sich auch das neue "Green Belt Center" in Windhaag bei Freistadt verpflichtet.

1000 Quadratmeter Nutzfläche stehen im Neubau gemeinsam mit dem völlig neu gestalteten Altbau des ehemaligen "Mühlviertler Waldhauses" zur Verfügung. Sie bieten Raum für wissenschaftlich fundierte Ausstellungen zu den Themen Natur, Geschichte und Zukunft. Das Team im Center betreut Gäste der Region mit Informationen und Service, von Unterkunft und Verpflegung bis hin zu Freizeitangeboten und Vermittlungsprogrammen.

Das Green Belt Center kann auch in Teilen oder im Ganzen für Fei-ern, Sitzungen und Präsentationen gemietet werden. Rund um den Neubau beziehen zwölf sogenannte Checkpoints weitere Besonderheiten der Gemeinde und der Region ein.

Dazu gehören etwa die Schmiede "Hofwieshammer", das historische Zimmermannshaus, die funktionstüchtige Venetianersäge, das Kunstwerk "Wettershuttle" an der Europäischen Wasserscheide und Anton Bruckners Wohnhaus. Eng zusammengearbeitet wird mit den beiden Natura-2000-Informationszentren Grünes Band Leopoldschlag sowie OÖ Burgenmuseum Reichenstein. Die weitgehend intakte Landschaft, die dünne Besiedlung und die besondere Flora und Fauna des durch das Grüne Band Europas geprägten Gebie- tes im nordöstlichen Mühlviertel am Fluss Maltsch bieten vor allem dem grenzüberschreitenden Naturtourismus gute Chancen, sich nachhaltig zu etablieren.

Nächte in der Wildnis

Viele Vermittlungsprogramme des Green Belt Centers sorgen für ein lebendiges Bewusstsein und laden dazu ein, die Grenze hautnah zu erleben. Beispielsweise verbringen die Teilnehmer des Grenzland-Camps mehrere Tage und Nächte in der Wildnis des Grenzflusses, um dort zur Ruhe zu kommen und Kraft zu tanken (Termine 2015: 4.–7. Juni und 22.–24. Juli).

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Artikel 30. April 2015 - 00:04 Uhr
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