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Raoul Korner

Kraftwerk-Trainer Raoul Korner: Ein erfolgreicher junger Mann

Raoul Korner ist ein Mann, der dem Erfolg alles unterordnet. Diese Philosophie macht ihn zu dem, was er ist: ein Gewinnertyp. Und das nicht nur im Sport. Schon als Student kämpfte er sich durch den Paragrafen-Dschungel beim Jus-Studium. "Bereits mit 14 wollte ich Anwalt werden", erklärt Korner.

Das Leben hatte aber dann andere Pläne mit ihm. 1999 übernahm der Magister der Rechtswissenschaften im Alter von 25 Jahren seinen ersten Posten als Chefcoach. Damals hatte man ihn bei seiner Präsentation als Trainer in Wien belächelt. Eine Saison später war er Trainer des Jahres. An seiner zweiten Wirkungsstätte Mattersburg wurde er Cup-Sieger und erreichte das "Final-Four".

Das er mit dem Einstieg in das Trainergeschäft früh seine eigenen sportlichen Träume aufgeben musste, sei kein Beinbruch. "Ich habe in der Bundesliga gespielt, aber das Niveau dieser Zeit ist mit dem heutigen nicht mehr zu vergleichen. Ich hätte keine Chance mehr", sagt Korner. Eine Tatsache, die er heute als wichtige Hilfe bezeichnet. Als aktiver Sportler versuchte er seine Schwächen mit Ehrgeiz zu kompensieren. Immer mit dem Wissen, dass nichts von alleine geht. "Ein begnadeter Spieler braucht sich keine Gedanken machen, warum er den Ball in den Korb trifft", sagt Korner. Allen anderen erklärt er in Kleinarbeit, dass hinter Erfolg immer auch viel Einsatz steckt. Seit diesem Sommer versucht er das mit dem Kraftwerk-Team, und beweist dabei viel Geduld. Die Erfahrung seiner jungen Laufbahn hat dem 31-Jährigen eines gelehrt: Erfolg setzt immer Kontinuität voraus. "Egal, wer zuletzt Meister geworden ist. Ob Kapfenberg oder Gmunden. Immer war eine genaue Strategie zu verfolgen."

Für Wels sieht Korner beste Chancen, sich in Zukunft zum Meister zu dribbeln. Und die Perspektive von Korner? "Ich will einmal in der Euroliga trainieren. Wenn das mit Wels möglich ist, warum nicht noch eine lange Zeit hier verbringen."

Titelträume

Raoul Korner ist am 2. April 1974 in Wien geboren. Mit 16 setzte er als Nachwuchsbetreuer erste Schritte im Trainergeschäft. Im Sommer kam er nach Wels. Der Klub sicherte sich für drei Jahre die Dienste des 31-Jährigen. Korners Ziele: "In drei Jahren wollen wir im Basketball die Nummer eins in Österreich sein. Damit ist nicht nur der erste Meistertitel für Wels gemeint."

Basketball ist: der größte Teil meines Lebens.
Entspannen kann ich mich: nach einem Sieg.
Das lese ich gerne: alles was ich in die Finger bekomme.
Das nervt mich: faule Menschen.
Das begeistert mich: Leute, die wissen was sie wollen, und mit viel Ehrgeiz das Beste aus sich herausholen.
Wels ist: die zukünftige Basketballhauptstadt von Österreich.
Ein Vorbild für die Jugend ist: ein Mensch, der klare Ziele verfolgt.
Lieblingsklub: Das ist einfach. Der WBC Kraftwerk Wels.
Politik ist für mich: Ich bin nicht parteipolitisch engagiert, aber man kann sich auch nicht verweigern.
Freunde im Sport: Die erkennt man daran, dass sie auch in Zeiten des Misserfolges zu einem stehen.
NBA: Die Amerikaner verstehen, ihren Sport zu vermarkten. Das ist eine tolle Show. Sportlich wird die Liga aber meiner Meinung nach oft überbewertet. Schließlich haben die US-Boys international zuletzt wenig gezeigt.

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Artikel 28. November 2005 - 00:00 Uhr
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