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Wirtschaft

Kurzarbeit wird verlängert, 500 Euro Bonus geplant

27. November 2021 00:04 Uhr

Kurzarbeit wird verlängert, 500 Euro Bonus geplant
Für bestimmte Branchen ist ein "Trinkgeldersatz" geplant.

LINZ/WIEN. Einmalzahlung für jene, die sehr lange in Kurzarbeit sind – Saisonbetriebe bekommen eine Starthilfe.

Mit einer Verlängerung der Kurzarbeit, Vereinfachungen bei der Beantragung sowie einem Bonus und speziellen Hilfsmaßnahmen will die Bundesregierung den vom neuerlichen Lockdown besonders Betroffenen finanziell unter die Arme greifen: Arbeitsminister Martin Kocher kündigte gestern, Freitag, an, dass die Corona-Kurzarbeit bis Ende März 2022 verlängert wird. Kurzarbeitende bekommen zwischen 80 und 90 Prozent vom Nettogehalt. Betriebe bekommen die Kosten voll ersetzt.

Die bürokratischen Hürden bei der Beantragung werden geringer: Die Vorabprüfung durch einen Steuerberater und die Zustimmung durch die Sozialpartner würden wegfallen. Die Kurzarbeit könne drei Wochen im Nachhinein beantragt werden. ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian rief die Arbeitgeber auf, die Kurzarbeit zu nutzen und dann mit motivierten Mitarbeitern durchzustarten.

"Die Wintersaison war perfekt vorbereitet. Viele Betriebe haben im November Mitarbeiter eingestellt", sagt Tourismusministerin Elisabeth Köstinger. Da diese noch keinen Anspruch auf Kurzarbeit haben, wird für jene Arbeitskräfte, die zwischen dem 3. November und dem 12. Dezember eingestellt wurden, eine "Saisonstarthilfe" eingeführt: Saisonbetriebe bekämen nun 65 Prozent des Bruttogehalts vom AMS. Die Mitarbeiter bekommen das volle Gehalt.

Jene Arbeitnehmer, die seit März 2020 mindestens zehn Monate in Kurzarbeit waren, erhalten einen "Langzeit-Kurzarbeits-Bonus" in Höhe von 500 Euro. Auch für "Trinkgeldbranchen" (Gastronomie, Friseur etc.) soll es Erleichterungen geben: Die Bemessungsgrundlage wird um fünf Prozent erhöht, diesen Betrag sollen die Mitarbeiter bekommen.

Quarantäne bremst Industrie ein

Hohe Infektions- und Quarantänezahlen erschweren zunehmend die Arbeit der oberösterreichischen Industrie: Laut einer Blitzumfrage der Industriellenvereinigung Oberösterreich melden bereits 80 Prozent der Betriebe Einschränkungen der betrieblichen Prozesse. Im Schnitt sind drei bis zehn Prozent der Belegschaft betroffen. Das bestätigt auch Gerald Mayer, Vorstandschef des Aluminiumkonzerns Amag. Zudem gebe es neben den Coronafällen auch weitere Krankenstände als Folge einer Grippewelle.

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