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Wirtschaft

Einigung nach Streikchaos: Lufthansa zahlt mehr

06. August 2022 00:04 Uhr

Einigung nach Streikchaos: Lufthansa zahlt mehr
Jetzt kann wieder ungehindert abgehoben werden.

FRANKFURT. 20.000 Mitarbeiter des Bodenpersonals in Deutschland bekommen mindestens 200 Euro pro Monat mehr

Das Chaos mit mehr als tausend ausgefallenen Flügen in Frankfurt und München wegen eines Streiks des Lufthansa-Bodenpersonals von vergangener Woche zeigte Wirkung. Die deutsche Luftfahrtgesellschaft gab nun Gewerkschaftsforderungen nach und zahlt ihrem Bodenpersonal mehr.

Damit können sich rund 20.000 Mitarbeiter über mehr Gehalt freuen. Sie hatten wegen der Coronakrise zwei Jahre lang auf Erhöhungen sowie Weihnachts- und Urlaubsgeld verzichtet. Demnach bekommt das Lufthansa-Bodenpersonal rückwirkend ab 1. Juli pro Monat um 200 Euro mehr. Ab Jänner 2023 gibt es 2,5 Prozent mehr auf das Konto (mindestens 125 Euro) und ab 1. Juli 2023 nochmals 2,5 Prozent, aber ohne Mindestbetrag. "Das Ergebnis beinhaltet einen Inflationsausgleich und zusätzlich eine Reallohnerhöhung", sagt die Verhandlungsführerin der deutschen Gewerkschaft Verdi, Christine Behle.

Der eintägige Warnstreik, der fast den kompletten Flugplan der Lufthansa lahmgelegt hatte, kostete die Lufthansa rund 35 Millionen Euro, so Finanzvorstand Remco Steenbergen. Für den Fall einer Nichteinigung hatte die Gewerkschaft Verdi mit weiteren Streiks zur Hauptreisezeit gedroht. Der Abschluss gilt nicht für das österreichische Tochterunternehmen Austrian Airlines (AUA).

Auch beim deutschen Ferienflieger Condor, einer Lufthansa-Tochter, einigte man sich. Die 3000 Beschäftigten in der Luft und auf dem Boden erhalten ab Jänner 2023 mindestens sieben Prozent und 2024 inflationsbasiert bis zu neun Prozent mehr.

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