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Fehlstart bei der Eishockey-WM: Für Österreich gab‘s in Prag gegen Dänemark nichts zu holen

Von Alexander Zambarloukos, 11. Mai 2024, 18:39 Uhr
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Marco Rossi (re.) hatte nicht seinen besten Tag. Bild: gepa

NHL-Star Marco Rossi wirkte auf dem Weg zur 1:5-Niederlage übermotiviert. Ihm unterlief ein folgenschwerer Fehler zum 0:2

Österreichs Eishockey-Nationalteam hat bei der A-Weltmeisterschaft in Tschechien einen Fehlstart hingelegt. Die rot-weiß-rote Equipe von Roger Bader unterlag Dänemark, einem Kontrahenten, gegen den man sich durchaus Siegchancen ausgerechnet hatte, verdient 1:5 (1:2, 0:1, 0:2). 16.935 Tickets waren für den zweiten Tag dieses Turniers in der O2-Arena in Prag verkauft worden, entsprechend imposant war die Kulisse, die dem Team Austria durchaus wohlgesonnen war. Doch das half nicht.

Österreich hatte einen engagierten Auftakt hingelegt, auffälligster Mann im ersten Drittel war NHL-Star Marco Rossi (Minnesota Wild), was nicht unbedingt mit herausragend gleichzusetzen ist. Im Gegenteil. Der 22-jährige Stürmer mit der Nummer 23 wirkte fast übermotiviert, er hatte beim Stand von 0:0 die erste Topchance, kassierte kurz darauf aber seine erste von zwei Zweiminutenstrafen, die ohne Folge blieb (8.).

Trotzdem gingen die Dänen bei vier gegen vier in Führung. Nachdem Goalie David Madlener gegen Joachim Blichfeld noch klären hatte können, wurde der Rebound zu einer Beute von Markus Lauridsen - 0:1 (14.). 

Doch damit nicht genug. Österreich spielte in Überzahl, Madlener bediente Rossi in vermeintlich harmloser Situation, dieser kurvte mit dem Puck vor dem eigenen Gehäuse, um den Spielaufbau voranzutreiben, zerschellte aber an Frederik Storm, der den Puck zum billigen 0:2 im leeren Netz versenkte (17.). So etwas darf nicht passieren - schon gar nicht auf diesem Niveau.

Ein Funken Hoffnung dank Ganahl

Immerhin zeigten die ÖEHV-Cracks eine Reaktion. Zumindest vorübergehend. 24,1 Sekunden vor der ersten Pause zog Manuel Ganahl von der blauen Linie ab, Center Vinzenz Rohrer checkte seinen Gegenspieler geschickt weg und duckte sich zeitgerecht, als die Scheibe anrauschte - 1:2 (20.). Der gebürtige Linzer Lukas Haudum, der auf dem Zettel von Red Bull München steht, bekam einen Scorerpunkt für den Assist gutgeschrieben.

Der zweite Abschnitt gehörte den Dänen, die phasenweise Powerplay spielten, obwohl sie gar nicht in numerischer Überzahl waren. Das 1:3  durch Blichfeld (39.) war irgendwie logisch, aber auch vermeidbar. Der Schuss aus spitzem Winkel passierte die Stockhand von Madlener. Das passte irgendwie zu diesem Spiel.

Österreich gab nicht auf, ein Zwei-Tore-Rückstand im Eishockey ist kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Doch es blieb beim Bemühen. Unter dem Strich standen 17:34 Schüsse aus rot-weiß-roter Sicht. Dänemark war besser, abgebrüht, auch disziplinierter - und kaltschnäuzig. Mit dem 1:4 von Felix Scheel (54.) war die Angelegenheit endgültig gegessen. Den Schlusspunkt setzte wieder Blichfeld in Überzahl - 1:5 (59.).

Sechs Zweiminutenstrafen sind einfach viel zu viel.

Lukas Haudum

Teamstürmer aus Alkoven
Führt der Weg von Lukas Haudum über Prag nach München? Oder wird er ab Sommer beim Vorjahres-Tabellenschlusslicht Graz spielen? Was wünscht er sich zum Geburtstag während der WM in Prag?

ECHL-Legionär Nickl im Anflug

Was tat sich sonst? Ramon Schnetzer (Thurgau), der ehemalige Black-Wings-Verteidiger, ist zwar im Kader, aber (noch) nicht angemeldet worden. 

Das hat einen simplen Grund: Thimo Nickl schied in der Nacht auf heute mit den Wheeling Nailers in der ECHL aus. Der 22-jährige, 1,90 Meter große Defender wird in Bälde in Prag erwartet und soll seinen Beitrag dazu leisten, den Klassenerhalt zu schaffen.

Und noch einer war beim Auftakt gegen Dänemark nicht dabei: Stürmer Benjamin Baumgartner vom SC Bern soll angeschlagen sein, er hat aber zumindest Teile des Freitag-Trainings absolviert. Letztlich war es eine Trainerentscheidung. 

Mal schauen, wie Roger Bader am Sonntag (20.20 Uhr, ORF Sport+) gegen seine Landsleute aus der Schweiz aufstellt. Es braucht eine deutliche Steigerung. Die Eidgenossen sind klar zu favorisieren.

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Autor
Alexander Zambarloukos
Redakteur Sport
Alexander Zambarloukos
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1  Kommentar
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meisteral (11.909 Kommentare)
am 12.05.2024 12:21

Grottenschlecht ab dem 2. Drittel.

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