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516-km-Langlauf, Ironman im Haus und ein Marathon im Garten

Von Dominik Feischl  04. April 2020 00:04 Uhr

516-km-Langlauf, Ironman im Haus und ein Marathon im Garten
Der britische Leichtathlet James Campbell lief im Hinterhof heiß.

LINZ. Spitzensportler auf der ganzen Welt trotzen der wettkampflosen Phase. "Höher, schneller, weiter" bleibt bei vielen das Leitmotto.

Von wegen Pause. Nicht überall in Europa halten Spitzensportler derzeit ihre Füße still. Höher, schneller, weiter ist nach wie vor die Devise, auch wenn es dafür derzeit keine Medaillen gibt. Der norwegische Skilanglauf-Olympiasieger Anders Aukland etwa stoppte kürzlich eine Tour erst nach 31 Stunden und 516 zurückgelegten Kilometern. Auklands 16-jähriger Sohn Oliver lief 288 Kilometer mit.

"Wir hatten noch ein paar Reserven, aber es war Zeit, nach Hause zu gehen", erklärte Aukland danach gegenüber dem norwegischen Fernsehen NRK. Landsfrau Thea Murud brachte es ihrerseits bei einer Tour auf satte 347 Kilometer. Kritik kam prompt von Kombinierer Joergen Graabak. "Ich bin von ganzem Herzen dabei, Grenzen zu überschreiten. Gleichzeitig denke ich, dass ich als gutes Beispiel vorangehen sollte. Es ist nicht ohne Risiko, über 50 Kilometer auf Skiern unterwegs zu sein", meinte der Olympiasieger.

516-km-Langlauf, Ironman im Haus und ein Marathon im Garten
Olympiasieger Aukland auf Touren

23.000 Euro gesammelt

Sein Garten ist nur etwas mehr als sechs Meter lang. Das hinderte den britischen Speerwerfer James Campbell trotzdem nicht daran, genau dort nun einen Marathon zu laufen. Knapp fünf Stunden lang lief der Leichtathlet auf seiner Terrasse und der kleinen Rasenfläche hin und her, beobachtet von neugierigen Nachbarn und angefeuert aus dem Internet von Prominenten wie dem früheren englischen Fußball-Weltmeister Sir Geoff Hurst. Campbells Einsatz diente dem guten Zweck. Er sammelte via Sponsoren 23.000 Euro für den britischen Gesundheitsdienst NHS.

Nicht von schlechten Eltern ist auch dieser Versuch. Der dreimalige Weltmeister und Weltrekordler Jan Frodeno will in seiner spanischen Corona-Isolation am Karsamstag einen Ironman-Triathlon in den eigenen vier Wänden absolvieren. 3,86 Kilometer Schwimmen im eigenen Pool mit Gegenstromanlage, 180,2 Kilometer mit dem Rad auf einer Rolle und 42,2 Kilometer auf dem Laufband hat der Deutsche geplant. Ein harter Tag auch als Tribut für viele, für die fast jeder Tag in diesen Zeiten so hart oder noch härter ist. "Ein Ironman ist außergewöhnlich. Etwas ganz Besonderes ist aber, was die Menschen hier in Spanien, aber auch in Deutschland und weltweit vor allem im Gesundheitssystem derzeit leisten", betonte Frodeno.

Quer durch alle Sparten nützen Spitzensportler weltweit derzeit die rennfreie Zeit. Der belgische Radprofi Oliver Naesen legte eine 365 Kilometer lange Trainingsrunde durch seine Heimat hin. Dort hätte morgen die Flandern-Rundfahrt steigen sollen. "So habe ich wenigstens fast die selben Beinschmerzen erlebt", sagte Naesen.

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