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SV Ried

Tage der Wahrheit für die SV Ried

Von Thomas Streif  14. April 2020 20:40 Uhr

Tage der Wahrheit für die SV Ried
Keine Ruhe vor dem Sturm in der leeren Josko-Arena. Sollte in dieser Saison noch gespielt werden, dann ohne Fans.

RIED. Der Fußballverband (ÖFB) tagt am Mittwoch, die Bundesliga am Donnerstag.

Wie geht es im österreichischen Profifußball weiter? Aus Innviertler Sicht ist diese Frage vor allem für die SV Guntamatic Ried von enormer Bedeutung. Die Rieder haben elf Runden vor Saisonende acht Punkte Vorsprung auf Verfolger Klagenfurt, zudem das bessere Torverhältnis. Szenarien, wie es auf dem grünen Rasen oder abseits davon weitergehen könnte, gibt es mehrere. Mögliche weitere Schritte könnten nach einer Sitzung des Österreichischen Fußballverbandes am Mittwoch und einer Videokonferenz aller österreichischen Klubs der Bundesliga und Zweiten Liga am Donnerstag geben.

Von der SV Ried werden Geschäftsführer Roland Daxl und Rechtsvorstand Robert Tremel teilnehmen. "Es gibt in unserer Liga Vereine, die einen Saisonabbruch wünschen, und welche, die unbedingt spielen wollen, wie wir. Unser Wunsch wäre, die Saison sportlich abschließen zu können. Natürlich immer unter dem Aspekt, dass die Gesundheit vorgeht", sagt Daxl im Telefonat mit den OÖN. Wie es in den kommenden Wochen in der Zweiten Liga weitergehen wird, sei kaum einzuschätzen. "Es sind so viele unbekannte Faktoren, dass eine Prognose fast unmöglich ist."

Wie geht es der SV Guntamatic Ried abseits des grünen Rasens?
Schaffen SV-Ried-Geschäftsführer Roland Daxl und der sportliche Chef Gerald Baumgartner den Aufstieg?

Neben dem Szenario von "Geisterspielen", also Begegnungen, die ohne Zuschauer stattfinden, steht auch ein Abbruch der Zweiten Liga im Raum. Dem Vernehmen nach soll es ernsthafte Überlegungen geben, lediglich die Bundesligasaison fertig zu spielen. Im Grunde viele Spekulationen, etwas Klarheit könnte ein vom ÖFB in Auftrag gegebenes juristisches Gutachten schaffen.

"Sollte die Zweite Liga nicht fertig gespielt werden können, sollten die positiven Leistungen gewährt und gewertet werden. Das heißt, der LASK wäre Meister in der Bundesliga und die SV Ried in der Zweiten Liga. Wir wollen unsere erreichte Platzierung abgesichert wissen. Aus meiner Sicht wäre für den Fall eines Liga-Abbruchs eine Aufstockung der Bundesliga um zwei Vereine, also Ried und Klagenfurt, fair. Einen Absteiger sollte es aber keinen geben", sagt Daxl.

Auf die Frage, welche Auswirkungen für die SV Ried eine weitere Saison in der Zweiten Liga hätte, antwortet Daxl: "Wir würden das sicher nicht hinnehmen können, ohne den Rechtsweg zu bestreiten. Aufgrund der jetzigen Umstände kann ich aber die Auswirkungen nicht einschätzen, es ist so vieles ungewiss derzeit." Die Sponsoren würden derzeit noch voll hinter dem Verein stehen.

Training bald wieder möglich?

Sportlich halten sich die Kicker der SV Ried mit einem durchaus intensiven Heimprogramm so gut es geht fit. Trainingseinheiten auf dem Platz kann das jedoch nicht ersetzen. Sportminister Werner Kogler hat für Mittwoch (11 Uhr) eine Pressekonferenz zur Öffnung von Sportstätten angekündigt. Durchaus möglich also, dass die Kicker bald – zumindest in Kleingruppen – wieder auf einem Fußballplatz trainieren können. "Wir warten gespannt auf die Bekanntgaben des Sportministers", sagt Trainer Gerald Baumgartner. "Alle brennen, wieder auf den Rasen zu dürfen. Wichtig wäre, dass wir wieder beginnen könnten, wenn auch in kleineren Gruppen", sagt Baumgartner, der auch auf das Ergebnis der Konferenzen der Bundesliga und des Verbandes mit Spannung wartet. "In einer so schweren Zeit hoffe ich, dass es zwischen den Vereinen Solidarität gibt", sagt Baumgartner.

Eine solche wäre wohl für eine mögliche Aufstockung der Fußball-Bundesliga notwendig. Dafür müssten aber acht der zwölf Bundesliga-Vereine ihre Zustimmung erteilen.

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Thomas Streif

Lokalredakteur Innviertel

Thomas Streif
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