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Fünf Spiele, null Punkte: Schafft Stöger die Wende?

KÖLN. Deutsche Fußball-Bundesliga: Der 1. FC Köln hat die Krise und hadert neuerlich mit dem Schiedsrichter.

Fünf Spiele, null Punkte: Schafft Stöger die Wende?

Peter Stöger (Mitte) Bild: WITTERS

Angesichts der fünften Niederlage im fünften Match der deutschen Fußball-Bundesliga (Torverhältnis 1:13) steckt der 1. FC Köln tief in der Krise. Nach der 0:1-Heimpleite gegen Eintracht Frankfurt und dem zweitschlechtesten Saisonstart der gesamten Liga-Historie schwankt die Stimmung zwischen Entsetzen, Frust, Wut und Ratlosigkeit. Schwächer begann nur der Karlsruher SC im Jahr 1963 – damals gab’s null Punkte und 2:17-Tore. Ein schwacher Trost.

"Wir werden mindestens bis zum Winter da unten drinstecken", stellte Köln-Trainer Peter Stöger unmissverständlich klar. Der Wiener wirkte ungewohnt aufgekratzt und nachdenklich. "Ich bin mental robust, obwohl ich nicht so aussehe. Aber davon, ruhig oder entspannt zu sein, bin ich derzeit weit entfernt", gestand der Österreicher, dessen Truppe neuerlich klar benachteiligt worden war.

"Ritterrüstung anziehen"

Drei Tage nach dem 0:5 bei Borussia Dortmund haderten die Kölner erneut mit den Video-Schiedsrichtern. Nach dem letztlich entscheidenden Elfmeter zum 1:0 durch Sebastien Haller (21.) habe der gefoulte Mijat Gacinovic "selbst gesagt, dass es kein Foul war. Er meinte: Jetzt kommt der Videobeweis und dann gibt es Eckball", berichtete Kölns Leonardo Bittencourt. Ein Irrtum.

Auf der anderen Seite wurde Bittencourt selbst zwölf Minuten später im Frankfurter Strafraum klar gefoult, doch Bundesliga-Debütant Martin Petersen hielt nicht einmal Rücksprache bei Video-Assistent Stark. "Unfassbar", nannte das Köln-Goalie Timo Horn.

Stöger, bisher ein Kind des Erfolgs, hilft das alles nichts, der Abstiegskampf wird wohl zum Thema. "Man muss sich damit beschäftigen. Die Sache ist schwierig und interessant, ich bin aber guter Hoffnung. Grundlegendes werde ich nicht ändern, sonst verliere ich meine Glaubwürdigkeit", betonte der Wiener, dessen Vertrag bis 2021 läuft. Nach außen gibt es keine Trainerdiskussion. "Ritterrüstung anziehen, Kopf runter und durch", gab Sportchef Jörg Schmadtke die Devise für die nächsten Wochen aus.

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Artikel OÖN 22. September 2017 - 00:04 Uhr
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