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Innenpolitik

Kurz: Supermarkt-Mitarbeiter werden bald geimpft

Von nachrichten.at/apa   01. Mai 2021 12:50 Uhr

WIEN. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat am Samstag angekündigt, dass Supermarkt-Mitarbeiter bei den betrieblichen Impfungen gegen SARS-CoV-2 mit als erste an die Reihe kommen werden.

"Weil das auch Heldinnen und Helden in der Corona-Krisen waren", wie der Kanzler meinte. Mit den betrieblichen Impfungen werde "schon im Mai" begonnen. Das Impfen gegen das Virus "schreitet stetig voran", hielt Kurz fest. Und er bekräftigte: "Jeder, der sich impfen lassen möchte, wird bis Ende des zweiten Quartals geimpft sein können."

Unterdessen berichtete das Nachrichtenmagazin "profil", dass Wien beim Impfen einen anderen Weg gehen wird als Niederösterreich, das kürzlich die Anmeldung für Impftermine für alle Bevölkerungsgruppen geöffnet hat, und andere Bundesländer wie Salzburg, die nach absteigendem Alter impfen. Demnach soll in der Bundeshauptstadt ab kommender Woche neben dem Alter das berufliche Risiko bei der Impfanmeldung zählen. Laut "profil" werden 40.000 Impftermine für zwei spezielle Berufsgruppen frei geschaltet.

Demnach können Mitarbeiter, die nahe an Covid kommen - etwa Techniker, die in Impfstraßen Aufbauten machen, oder Bedienstete in Wäschereien, die Spitalswäsche waschen - zeitnahe mit einem Impftermin rechnen. Dasselbe gilt für Menschen, die aus beruflichen Gründen ins Ausland müssen und damit Risiken eingehen." Nach diesen beiden Gruppen soll dem "profil" zufolge der Handel an die Reihe kommen. Das Büro von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) war vorerst nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

Dank an Pflegepersonal

Bundeskanzler Kurz und Vizekanzler Kogler haben am Samstag das Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern und das angeschlossene Pflegehaus in Wien-Mariahilf besucht und den Mitarbeitern im Pflege-, Gesundheits- und Sozialbereich ihren Dank für ihre Arbeit während der Corona-Pandemie ausgesprochen. Diese Zeit habe dem Personal "mehr abverlangt als sonst", die Regierung danke daher allen, "die so stark über sich hinausgewachsen sind", sagte Kurz.

Kogler versicherte den in Sozial-, Gesundheits- und Pflegeberufen Tätigen die Wertschätzung der Bundesregierung: "Sie mussten oft ans Limit gehen." Speziell in der Pflege sei nicht nur körperlich schwere, sondern auch emotional belastende Arbeit zu leisten, führte Kogler ins Treffen.

BESUCH DES PFLEGEHEIMS UND DER CORONA-STATION IM HAUS KATHARINA DER BARMHERZIGEN SCHWESTERN: KURZ / KOGLER
Kurz und Kogler besuchten am Tag der Arbeit das Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Wien.

Der Kanzler richtete seinen Dank grundsätzlich "an alle in unserem Land, die seit Beginn der Pandemie besonders gebraucht wurden, sei es in der Gesundheit, der Pflege, der kritischen Infrastruktur, den Supermärkten oder auch im Ehrenamt". Stellvertretend für alle sei es ihm ein Anliegen gewesen, "den heutigen Tag der Arbeit zu nutzen, um mich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Barmherzigen Schwestern zu bedanken und mich mit ihnen über die Herausforderungen ihres Alltags auszutauschen".

Bei ihrem Besuch bei den Barmherzigen Schwestern führten Kurz und Kogler Gespräche mit Mitarbeitern und Bewohnern im Pflegehaus sowie mit den Teams der Corona-Stationen im Krankenhaus. Beim Verlassen des Geländes wurden der Kanzler und sein Vize von einigen jungen Beschäftigten um das eine oder andere Selfie gebeten.

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