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Innenpolitik

Krankenkassen: Debatte um die Kosten der Fusion

Von Christoph Kotanko   16. Juli 2019 15:13 Uhr

Im Zuge der Kassenreform werden die neun Gebietskrankenkassen (im Bild die Zentrale der OÖGKK  in Linz) zusammengelegt. 

WIEN. Die Sozialministerin spricht von 300 bis 400 Millionen Euro Kosten, der ÖGK-Chef widerspricht.

Die von Türkis-Blau durchgesetzte Reform der Sozialversicherung verursacht laut der SPÖ-nahen Sozialministerin Brigitte Zarfl vorerst hohe Kosten. Sie nennt in einer Anfragebeantwortung 300 bis 400 Millionen Euro. Damit zerrinne die von der Ex-Koalition beworbene „Patientenmilliarde“ wie Sand zwischen den Fingern, sagt Bruno Rossmann von der Liste Jetzt, der die Anfrage gestellt hatte.  

Zarfl bezieht sich auf ein Gutachten, das ihre Vorgängerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ) in Auftrag gegeben hatte. Dieses widmet sich auch einer groben Abschätzung der Fusionsaufwendungen. Die einmaligen Fusions- und Integrationskosten lägen demnach zwischen 300 und 400 Millionen Euro. 

Der Generaldirektor der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK), Bernhard Wurzer, erklärt dazu im Gespräch mit den OÖNachrichten: „Hier wird außer Acht gelassen, dass die Fusion auch positive Seiten hat, etwa jährliche Einsparungen von 300 Millionen Euro und mittelfristig die Reduktion von 1500 Dienstposten.“ Er werde alle Entwicklungen „transparent darlegen. Ich möchte nicht an Prognosen, sondern an Ergebnissen gemessen werden.“ Wurzer ist ein Vertrauensmann der ÖVP.

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