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Innenpolitik

Faßmann: Mehr Ziffernnoten und Kopftuchverbote

10. September 2018

Faßmann: Mehr Ziffernnoten und Kopftuchverbote
Heinz Faßmann

WIEN. Bildungsminister will im nächsten Schuljahr in den Volksschulen zurück zur klassischen Benotung.

Voraussichtlich für das nächste Schuljahr kündigte Bildungsminister Heinz Faßmann (VP) am Sonntag Änderungen bei der Notengebung in der Volksschule an. Dann soll es wieder verpflichtende Ziffernnoten geben. Offen sei nur, ob bereits mit Beginn der ersten Klasse oder erst danach, sagte Faßmann in der ORF-"Pressestunde". Allerdings: "Eine Note allein ist zu wenig." Es werde also zusätzlich auch verbale Erklärungen geben.

Wie mehrfach angekündigt, will die Regierung in der Neuen Mittelschule die siebenteilige Notenskala, "die sich als nicht kommunikationsfreundlich herausgestellt" habe, abschaffen.

Ebenfalls im kommenden Schuljahr soll es für alle Herbstferien zwischen Nationalfeiertag und Allerseelen geben. Den Eltern-, Lehrer- und Schülervertretern will Faßmann die Entscheidung überlassen, ob dafür die Sommerferien verkürzt, die freien Dienstage nach Ostern und Pfingsten oder schulautonome Tage gestrichen werden. Er wünsche sich hier zumindest innerhalb der einzelnen Bildungsregionen eine Akkordierung.

Video: Anlässlich des Schulstarts war Bildungsminister Heinz Faßmann zu Gast in der ORF-Pressestunde. Er betont, dass der Bildungsbereich künftig stark von Integrationsfragen geprägt sein wird.

 

Breite Kopftuch-Debatte

Nach dem Vorstoß für ein Kopftuchverbot in Kindergärten, das allerdings die Länder umsetzen sollen, will Faßmann nun auch eine Debatte "mit allen Parteien" über ein Verbot in den Unterstufen. Sein Ziel sei "ein gesellschaftlicher Konsens, wie es weitergehen soll mit der Religionsthematisierung in der Schule". Auch ein Kopftuchverbot für Lehrerinnen hält Faßmann für sinnvoll, denn er möchte "ein ideologisch neutrales Auftreten der Repräsentanten des öffentlichen Dienstes".

Beim Streit um Asylwerber in Lehre kritisiert der Minister die Vermischung von Asyl und Arbeitsmigration. Grundsätzlich brauche Österreichs Wirtschaft Zuwanderung, es sei denn, man bringe mehr Frauen in Arbeit oder führe das faktische Pensionsalter an das gesetzliche heran, sagte Faßmann.

 
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