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Merkel und Putin demonstrierten vorsichtig Annäherung

11. Mai 2015, 00:04 Uhr
Weltkriegsgedenken: Merkel und Putin demonstrierten vorsichtig Annäherung
Stärkedemonstration am Samstag unter anderem mit neuen Panzern. Gestern dann versöhnliche Gesten und Töne Putins in Richtung Merkel. Bild: APA

MOSKAU. Zwei Tage, zwei Gedenkfeiern, die unterschiedlicher kaum sein hätten können: Stand Moskau am Samstag ganz im Zeichen der Siegesparade über Nazi-Deutschland, so verlief das gestrige Weltkriegsgedenken Wladimir Putins mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel beinahe im Stillen ab.

Gemeinsam legten sie am Grabmal des Unbekannten Soldaten einen Kranz nieder. Eine Militärkapelle spielte die deutsche und die russische Hymne sowie einen Trauermarsch. Anschließend gingen die beiden zu Fuß durch den Alexandergarten in den Kreml. Dabei unterhielten sie sich angeregt – ohne Dolmetscher, denn Putin spricht Deutsch, Merkel Russisch.

"Wir verneigen uns vor den Opfern", sagte Merkel. "Wir haben aus bitteren Erfahrungen gelernt, schwierige Situationen – und eine solche haben wir jetzt – mit friedlichen und diplomatischen Mitteln zu überwinden", sagte Merkel vor dem Gespräch mit Putin, in dem es vor allem um den Ukraine-Konflikt gehen sollte. "Deshalb ist es gut, dass wir die Möglichkeit haben, etwa auch über die territoriale Integrität der Ukraine zu sprechen."

Putin rief zu einer raschen Lösung der "Probleme" zwischen Russland und Deutschland auf.

Westen boykottierte Parade

"Es ist kein Geheimnis, dass die russisch-deutschen Beziehungen nicht die besten Zeiten erleben – wegen der Ereignisse in der Ukraine", sagte Putin bei einer gemeinsamen Pressekonferenz. Deutschland und Russland hätten aber trotz "Kränkungen und Verbitterung" den Weg der Versöhnung eingeschlagen.

Merkel reiste einen Tag nach der größten Militärparade in der jüngeren Geschichte Russlands zum Tag des Sieges nach Moskau. Viele westliche Staats- und Regierungschefs hatten Putins Einladung wegen Russlands Haltung in der Ukraine-Krise boykottiert.

Zum wichtigsten russischen Feiertag am 9. Mai waren Millionen Menschen in Moskau auf den Beinen gewesen. Soldaten, Panzer und Kampfjets – die Atommacht Russland führte mit der größten Waffenschau ihrer Geschichte der Welt ihre Stärke vor Augen. Bei Sonnenschein nahm Putin auf dem Roten Platz die mit Pomp und Pathos inszenierte Militärparade zum 70. Jahrestag des Sieges der Sowjetunion über Hitler ab.

Hunderte Kriegsveteranen waren dabei. Sie seien die Haupthelden, betonte Putin. Ihnen verdanke die Welt ein Leben in Frieden und Freiheit. Doch seine Ansprache richtete sich auch an jene, die fehlten. Auch wenn Putin sie nicht beim Namen nannte, so war seine Kritik an USA und NATO unüberhörbar. Trotz der Lehren der Geschichte gebe es weiter Versuche, eine "monopolare Welt" mit neuem Blockdenken zu schaffen.

Oberbefehlshaber Putin nutzte die Bühne, um für eine neue Sicherheitsarchitektur zu werben. Sicherheit eines Landes auf Kosten eines anderen soll es nicht geben. Doch der Tag des Sieges in Moskau offenbart auch, dass die Gräben zwischen West und Ost wieder tief sind. Putin wirft dem Westen vor, was EU und USA sonst Russland vorhalten: die Verletzung der Nachkriegsordnung.

Nicht zuletzt sollte auch Chinas Staatschef Xi Jinping an der Seite von Putin auf der Ehrentribüne zeigen, dass Russland nicht allein ist im Streben gegen eine Vormachtstellung der USA.

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30  Kommentare
30  Kommentare
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IT-IS (1.535 Kommentare)
am 11.05.2015 17:10

Spass beim Besuch mit Putin - Bilder sagen mehr als 1000 Worte grinsen

http://www.buzzfeed.com/davidmack/just-look-at-how-much-fun-angela-merkel-had-visiting-vladimi?utm_term=4ldqpia#.rp7lXnYJx

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dachbodenhexe (5.768 Kommentare)
am 11.05.2015 14:28

Annäherung wieder eine Zusammenarbeit für den Frieden entsteht.

Nur durch Frieden kann das Wohl der Bürger Europas sichergestellt beziehungsweise wiederhergestellt werden. Darüber ist sich auch die Führungsspitze der ehemaligen DDR-Streitkräfte im klaren:

http://www.jungewelt.de/2015/05-06/023.php

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Alcea (10.015 Kommentare)
am 11.05.2015 11:34

"Du Opa, wer hat eigentlich den 2.Weltkrieg gewonnen?"
"Keine Ahnung, aber wir waren zweite!"

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am 11.05.2015 11:00

Wenn eine Bundeskanzlerin neben dem russischen Präsidenten steht und dessen Handlungen als " verbrecherisch" bezeichnet so ist das die Sprache der Faschisten. Wenn diese Person dann zu feig ist ihre Ansicht wenigstens zu begründen ist das tief unter jedem Niveau. Folgerung, siehe bitte Betreff.

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Adler55 (17.204 Kommentare)
am 11.05.2015 12:40

der Kanzlerin IN Moskau ! Will sie UNTER Anleitung der Transatlantiker alles RUINIEREN ...

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am 11.05.2015 10:14

Eine Zusammenarbeit dieser beide Politiker könnte für Europa nur von Vorteil sein!

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pepone (60.622 Kommentare)
am 11.05.2015 12:39

dein positiven Gedanke gefällt mir SEHR ! grinsen

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lester (11.531 Kommentare)
am 11.05.2015 06:44

Danke Fr. Merkel sie haben genau das gesagt was sich unsere "Hosenscheißer" Politiker nicht zu sagen trauen:
"Die Annexion der Krim war uns ist verbrecherisch."
Und zu den "Rechten" auf der Tribüne: Ohne den "Hitler - Stalin" Pakt hätte es den 2. Weltkrieg höchstwahrscheinlich nicht gegeben. Also verwundert es nicht das sich die "Rechten" und die Sowjetnostalgiker wie ihre Vorbilder Hitler und Stalin verbrüdern.

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keinZuckerschlecken (800 Kommentare)
am 11.05.2015 07:32

"Unsere Politiker" verhalten sich genauso, wie es sich für einen "neutralen Staat" gehört.
"Lob für deren wenn auch nur kurzen Weitblick!

Also wenn mir einer sagt was ich zu tun hab und die jenige selber soviel dreck am stecken hat, wunderts mich, dass sie noch ka Watschn bekommen hat und an tritt in ihrem us-land-arsch, dass sie kein Flugzeug brauchat um nach deutschland wieder zurück zu kommen..

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am 11.05.2015 08:34

indem du im Text der eigenen Überschrift widersprichst, oder?

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am 11.05.2015 08:41

Vorgänger.

Nicht vergessen: Merkel hat allein schon durch ihre Klugheit 200 Millionen erbitterte Feinde: alle Schwächen und schwachsinnigen Männer Europas.

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keinZuckerschlecken (800 Kommentare)
am 11.05.2015 09:41

grinsen

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Hochofen (3.337 Kommentare)
am 11.05.2015 11:02

Und welche treu-germanischen Namen zieren ihren Nachwuchs so?

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keinZuckerschlecken (800 Kommentare)
am 11.05.2015 12:46

grinsen

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Hochofen (3.337 Kommentare)
am 11.05.2015 22:40

Kevin, Chantal, Jaqueline oder dergleichen?

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Strawanza (8.312 Kommentare)
am 11.05.2015 11:19

schon eine Sauerei, dass es damals in Stalingrad so kalt war und deine Jungs nicht an die warmen Öfen nach Moskau konnten.

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keinZuckerschlecken (800 Kommentare)
am 11.05.2015 12:49

????
Vielleicht bist ein Kind einen US-Boys und weißt es gar nicht? traurig

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am 11.05.2015 15:31

Apropop Dreck am Stecken, da müsstes mal bei deinem Trachtenverein anfangen, nicht immer nur die Opferrolle spielen.

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keinZuckerschlecken (800 Kommentare)
am 11.05.2015 16:41

kranzniederlegung
alkoholiker?

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lester (11.531 Kommentare)
am 11.05.2015 17:17

Das mußt du die Putin-Liebhaber fragen.
Der hat ja so tolle Freunde.
Strache, Graf Bobby Gudenus, Assad únd Co.

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Adler55 (17.204 Kommentare)
am 11.05.2015 12:33

eine WILLIGE Kanzlerin ,die sich strickt an die Anweisungen der AMI-NATO hält ??Die MITHILFE der anderen WILLIGEN der EU in der Ukraine zündelt UND auch in anderen Krisengebieten nicht UNTÄTIG ist ....

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penunce (9.674 Kommentare)
am 11.05.2015 05:20

Die Merkel ist längst zum Vasall der Amerikaner mutiert, ihre Worte und Taten sind entsprechend zu werten.

Dass Europa fast geschlossen die Gedenkfeiern boykottierte war mit Amerika vereinbart, den Putin schien das kaum zu stören er hat ja im Wirtschaftskampf gegen Amerika neue Verbündete gefunden und die Machtdemonstration am Roten Platz ist als gelungen zu bezeichnen.

Wir, bzw. unsere Wirtschaft leidet darunter, die Arbeitslosenzahlen steigen unentwegt.

Wenn Griechenland nicht erneut geholfen wird, werden sie w.o. geben müssen, wenn ihnen erneut mit Geld oder Krediterleichterungen geholfen wird, dann werden sich die in Not befindlichen Länder(wir gehören auch zu diesen!) daran ein Beispiel nehmen und diese ebenfalls beanspruchen.

Die EU geht auf diese Art u. Weise langsam aber stetig zugrunde, wir müssen alle neue Löcher in die Gürtel stanzen um diese auch enger zu schnallen können.

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am 11.05.2015 06:00

wie deine ganze suderei

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Zaungast_17 (26.497 Kommentare)
am 11.05.2015 06:53

darauf zielen unsere Freunde in den USA ab ...

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gegenstrom (16.154 Kommentare)
am 11.05.2015 07:22

Als der ukrainische Präsident den einseitigen EU-Assoziationsvertrag nicht unterzeichnen wollte weil er einen Kurs Pro-EU und Pro-Russland wollte und offenbar wusste dass dies das Land zerreißen würde wurde er gewaltsam weggeputscht und jene Kräfte ans Ruder gesetzt die einen Pro-Nato-Kurs einschlagen. Victoria Nuland beschloss im Gespräch daß der Jaz der Neue sein sollte und so ists auch gekommen. Ganz zufällig. Ja, als eigenständiges Land konnte sich die Ukraine auch entscheiden gegen eine einseitige Ausrichtung auf den Westen zu sein. Der Westen (EU, Washington) hat das nicht akzeptiert und die Regierung weggeputscht. Hier haben alle Seiten massiv Dreck am Stecken - angezündelt hat der Westen.

Für diejenigen, die sich noch immer im Ostfeldzug befinden:
https://www.youtube.com/watch?v=ezA2NykXEmE&feature=share

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penunce (9.674 Kommentare)
am 11.05.2015 08:09

Begonnen hat alles erst dann, als sich das vor Schulden Russland gegenüber den Westen und vor allem der Nato zugewandt hat!
Das konnte sich Putin einfach nicht bieten lassen und darauf folgte erst die Reaktion und die Vereinnahmung der Krim!

Für die Intrigen der Amerikaner muss nunmehr ganz Europa fest bluten...

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max1 (11.582 Kommentare)
am 11.05.2015 10:21

Art Abstimmung, das alles gab es bei den von der NATO und USA überfallenen Staaten nicht.
Daher gibt es Probleme in Albanien, Kosovo, Nordafrika, Orient....
Da scheint die Krim ein friedlicher Hort zu sein!
Wäre ja auch ein Nonsens Böhmen und Mähren sowie andere an Österreich anzugliedern, ohne Abstimmung mit NATO Bomben, oder?

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am 11.05.2015 02:43

die niemand von der Redaktion unterschreiben will.

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jago (57.723 Kommentare)
am 11.05.2015 01:40

Putin.

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( Kommentare)
am 11.05.2015 00:13

...und den Rechten Reinthaler haben die Russen eingeladen!! Wels dich gibts nicht mehr lange!!! Der Bunte stand auf der Tribüne im hinter Drittel neben Kriegsveteranen!! Ungeheuerlich!

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