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Außenpolitik

Flüchtlinge: Schulpflicht bis 25 für Analphabeten gefordert

26. April 2017 00:04 Uhr

Flüchtlinge: Schulpflicht bis zum Alter von 25 für Analphabeten gefordert

BERLIN. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund lässt mit einer Forderung aufhorchen. Er verlangt eine Schulpflicht bis 25 Jahren für junge Flüchtlinge, die Analphabeten sind.

Zudem sollte die Vorbereitung auf die Arbeitsaufnahme mit den Sprachkursen von Anfang an kombiniert werden können, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Die klare Trennung zwischen Sprachkursen und anschließender Arbeitsaufnahme oder Berufsorientierung habe sich nicht immer bewährt.

Ein eigenes Leistungsrecht für anerkannte Asylwerber sowie für geduldete Flüchtlinge sind für Landsberg ebenfalls denkbar. "Nach dem Grundsatz ,Fordern und Fördern‘ könnte es darin Anreize geben, damit Eingliederung besonders gut oder schnell gelingt."

Probleme bei Ausgabenerstattung

Nach Angaben des Gemeindebundes steigen die Integrationskosten gerade für die Kommunen seit Monaten rasant. Eine ausreichende Erstattung der Ausgaben finde dagegen oft nicht statt. "Das muss endlich beendet werden", fordert Landsberg. Es könne nicht sein, dass Mittel zum Beispiel des Bundes bei den Gemeinden nur unvollständig ankommen. "Das ist auch eine Gefahr für das Engagement der Kommunen und der vielen ehrenamtlichen Helfer vor Ort."

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