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Chronik

Super-Computer: 37.920 Prozessoren rechnen im Namen der Wissenschaft

Von OÖN   03. Dezember 2019 00:04 Uhr

Super-Computer: 37.920 Prozessoren rechnen im Namen der Wissenschaft
Acht Millionen Euro wurden in den Super-Computer investiert.

WIEN. 2,7 Billiarden Rechenoperationen pro Sekunde sind mit der Anlage möglich

Österreichs leistungsfähigster Computer hat am Montag offiziell seinen Betrieb aufgenommen. Der "Vienna Scientific Cluster 4" (VSC-4) ist mit einer Rechenleistung von 2,7 Petaflops viermal so leistungsstark wie das Vorgängermodell VSC-3.

Der acht Millionen Euro teure Super-Computer ist ein Gemeinschaftsprojekt von fünf Universitäten und steht für wissenschaftliche Berechnungen zur Verfügung. Mit Flops wird die Rechenleistung gemessen: Ein Petaflop bedeutet eine Billiarde Rechenoperationen pro Sekunde. Damit liege die Anlage stabil unter den Top-100 der weltweit leistungsfähigsten Computer, derzeit auf Rang 93, sagt der wissenschaftliche Leiter des VSC Research Center, Herbert Störi.

Der neue Super-Computer verfügt über 790 Knoten zu je zwei Prozessoren mit je 24 Kernen – also insgesamt 37.920 Prozessorkerne. Die Komponenten kommen von Lenovo, die Prozessoren von Intel. Mit den übertakteten Prozessoren verbraucht der Rechner üblicherweise 460 Kilowatt, bei Spitzenlast bis zu 600 Kilowatt und muss mit Wasser gekühlt werden. Dazu werden rund zehn Liter Reinwasser pro Sekunde durch Kupferleitungen rund um die Prozessoren und Speichermodule gepumpt.

Trotzdem ist es im Inneren der begehbaren, vergleichsweise kompakten Rechenanlage mehr als 50 Grad Celsius heiß. Benötigte das Vorgängermodell VSC-3 noch einen rund 100 Quadratmeter großen Raum, findet der neue Super-Computer auf einer Fläche von gerade einmal 17 Quadratmetern Platz.

Genutzt wird der Super-Computer für eine Vielzahl unterschiedlicher Forschungsbereiche. Störi nannte etwa die Klimaforschung als Beispiel: "Die Frage, wie sich der Klimawandel im Detail auf die österreichischen Landschaften auswirkt, ist in einem Gebirgsland ein ziemlich komplexes Problem, weil praktisch jeder Berg ein Mikroklima erzeugt."

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