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Wels

Das Lernen im digitalen Klassenzimmer finden Jugendliche "richtig cool"

Von Von Michaela Krenn-Aichinger   25. Oktober 2017 00:04 Uhr

Schülerinnen und Schüler der 3a demonstrierten gestern Besuchern, wie dem Eferdinger Wirtschaftskammer-Obmann Michael Pecherstorfer, wie das Lernen im digitalen Klassenzimmer funktioniert.

EFERDING. An Neuer Mittelschule startete Pilotklasse in die Zukunft des Lernens

Statt Füllfeder und Bleistift nehmen die Mädchen und Burschen in der 3a ihre digitalen Stifte in die Hand und starten mit einer Englischübung. „Ich finde es cool, dass man mit dem Stift auf dem Bildschirm schreiben kann“, sagt Annika Raab. Einen großen Vorteil sieht die 14-jährige Schülerin darin, dass sie seit diesem Schuljahr überall die Hausübung machen kann, denn ihr Notebook ist überall dabei.

An ihrer Schule, der TN²MS Eferding Nord, führt der Weg jetzt raus aus der „Kreidezeit“ rein ins digitale Klassenzimmer. Rund 15.000 Euro kostet die Ausstattung einer Klasse mit Convertible Notebooks. Die Klasse besitzt außerdem eine eigene Office-365-Schuldomäne. Voraussetzungen sind auch Breitband-Internet und eine gute WLAN-Verbindung. „Unser Ziel ist die Finanzierung von fünf Klassen, deshalb haben wir auch eine Bausteinaktion gestartet“, sagt Direktorin Christine Obermayr. Für die 3a trägt das Eferdinger Unternehmen Richter Bürosysteme und die Stadt Eferding die Kosten.

Obwohl es auch ein digitales Bücherregal gibt, bei dem sich die Schüler die Seiten der Schulbücher auf den Bildschirm holen können, haben sie auch weiterhin ihre ganz normalen Schulbücher. Auch wer die Hausübung lieber im Buch macht, darf das. Der Schüler kann beispielsweise die Mathelösungen dann abfotografieren und ins System stellen. Dort haben die Pädagogen von überall und jederzeit Zugriff für Korrekturen.

Mehr Zeit vor dem Bildschirm

Die Schüler zeigen sich durchwegs begeistert vom neuen Lernen. „Ich sehe nur viele Vorteile und keine Nachteile“, sagt der 13-jährige Albin Pepshi. Bei den Eltern gab es laut Direktorin Obermayr kaum Widerstand, weil die Jugendlichen jetzt mehr Zeit vorm Bildschirm verbringen. Und IT-Beauftragter Klemens Zellinger ergänzt: „Die Begeisterung der Kinder überträgt sich. Wir haben uns lange damit beschäftigt, wir wollten keine Tablets, die nur vergrößerte Handys sind und wo nur mehr gewischt wird, damit hat unser Projekt nichts zu tun.“

Gestern öffnete das „digitale Klassenzimmer“ an der Neuen Mittelschule auch für Besucher. Gast war unter anderem Wirtschaftskammer-Präsidentin Doris Hummer, die die Vorreiterrolle der NMS Nord lobte. „Wo, wenn nicht in der Schule, kann die Faszination für Technik und Naturwissenschaften geweckt werden. Das sind Berufe der Zukunft, die auch gut bezahlt sind“, sagt Hummer. Sie werde bei Verhandlungen mit dem Land OÖ. stark drauf drängen, dass die Digitalisierung und Technische Neue Mittelschulen weiter ausgebaut werden.

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