Lade Inhalte...
  • NEWSLETTER
  • ABO / EPAPER
  • Lade Login-Box ...
    Anmeldung
    Bitte E-Mail-Adresse eingeben
    Bitte geben Sie Ihre E-Mail-Adresse oder Ihren nachrichten.at Benutzernamen ein.

gemerkt
merken
teilen

Sonderwidmung "Sternwarte" auf der Hohen Dirn

Von Hannes Fehringer, 21. Juli 2016, 00:04 Uhr
Sonderwidmung "Sternwarte" auf der Hohen Dirn
Die Kuppel sitzt auf dem Fundament. Jetzt beginnt Hans-Heinrich Wenk mit der Montage des selbstgebauten Teleskopes. Bild: feh

LOSENSTEIN, REICHRAMING. Hans-Heinrich Wenk besitzt nicht einmal ein Fernrohr. Der Hobby-Astronom baute lieber gleich ein Observatorium.

Mit seinem Vater, einem Baumeister aus Losenstein, der auf der Hohen Dirn ein Skigebiet und eine Wohnsiedlung gründete, war Hans-Heinrich Wenk oft auf dem Kogel hoch über dem Ennstal. Das Gefunkel am Nachthimmel über der Bergwelt faszinierte ihn schon als Schulbuben. "In der Klasse hatten wir einen, der aus einem Rasierspiegel ein Fernglas bauen konnte", erinnert sich der Bautechniker und Computerspezialist. Vom Eifer des Kameraden angesteckt, kaufte sich der Zwölfjährige Fachbücher und Bauanleitungen und bastelte seine eigenen Fernrohre, mit denen er dann bei jeder Gelegenheit auf der Hohen Dirn Sterne guckte.

"Vor ein paar Jahren holte ich wieder so ein Buch aus dem Regal und die alte Leidenschaft war wieder erwacht", erzählt der 55-jährige Diplomingenieur. "Ich habe kein Fernrohr mehr besessen, da habe ich mich entschlossen, mir gleich ein Observatorium zu bauen."

Wenk konstruierte seine Sternwarte mit 4,2 Meter Kuppeldurchmesser auf dem Computer, verschweißte selber in seiner Werkstätte die Metallrahmen und schliff die Optik. Auch die Getriebe, die das Teleskop in Stellung fahren, hat Wenk von eigener Hand gefertigt. Vor einer Woche wurde die Kuppel mit einem Lastwagenkran auf das Gebäude neben Wenks Berghaus auf der Hohen Dirn gehievt und verschraubt. Dann beginnt der Techniker mit der Montage: "Ich habe mir meine eigene Bauanleitung geschrieben, denn die vielen Komponenten kann man nicht alle im Kopf haben."

Versichert wird die private Sternwarte auf 200.000 Euro, die Materialkosten betragen den Gegenwert eines Mittelklassewagens. Die Arbeitszeit darf ohnehin kein Mensch einrechnen. "Ich habe ein Jahr lang jede freie Stunde an meinem Observatorium gearbeitet", sagt Wenk. Für den Kuppelbau, der wegen der Wärmeabstrahlung weiß gestrichen werden musste, bedurfte es auch einer eigenen Flächenwidmung des Reichraminger Gemeinderates auf "Sternwarte". Bürgermeister Reinhold Haslinger (SP) war bei der Genehmigung des Bauwerkes im Rahmen des Gesetzes sehr entgegenkommend. Auch Landeshauptmann Josef Pühringer förderte das Projekt des Hobby-Astronomen mit einem Landeszuschuss. Denn Wenk will seine Faszination für das Weltall, die Planeten und Galaxien auch mit anderen teilen: In der Sternwarte werden die Himmelsbeobachtungen für Gruppen auch auf einen großen Flat-screen gebeamt, weil nicht alle gleichzeitig durch das Okular blicken können. Eröffnen will Wenk seine Sternwarte im Herbst.

mehr aus Steyr

Wie sich Vorwärts für die Zukunft aufstellen will

Weyer: 84-Jähriger kracht in Sattelschlepper

Schwere Geburt: Losensteins Gemeinderat macht Weg für das "Bezirkshallenbad" frei

Steyrer Schüler trafen Firmenchefs und besichtigten den Tresorraum einer Bank

Interessieren Sie sich für diesen Ort?

Fügen Sie Orte zu Ihrer Merkliste hinzu und bleiben Sie auf dem Laufenden.

Lädt

info Mit dem Klick auf das Icon fügen Sie das Schlagwort zu Ihren Themen hinzu.

info Mit dem Klick auf das Icon öffnen Sie Ihre "meine Themen" Seite. Sie haben von 15 Schlagworten gespeichert und müssten Schlagworte entfernen.

info Mit dem Klick auf das Icon entfernen Sie das Schlagwort aus Ihren Themen.

Fügen Sie das Thema zu Ihren Themen hinzu.

0  Kommentare
0  Kommentare
Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare geschrieben.
Neueste zuerst Älteste zuerst Beste Bewertung
Aktuelle Meldungen