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Doktor-Würde aus Belgrad: Anzeige gegen VP-Stadtrat

Von Martin Dunst, 12. Juni 2014, 04:26 Uhr
Doktor-Würde aus Belgrad: Anonyme Anzeige gegen VP-Stadtrat Spöck
VP-Baustadtrat Markus Spöck Bild: kad

STEYR. In einer anonymen Anzeige gegen VP-Stadtrat Spöck wurden Zweifel an dessen Doktorwürde laut - Betroffener spricht von Schmutzkübel-Kampagne und Wahlkampf-Vorboten.

Nach einem MBA-Programm hat VP-Stadtrat Markus Spöck neben seiner politischen Tätigkeit auch erfolgreich ein Doktorats-Studium absolviert. Der Bürgermeister gratulierte Spöck im Gemeinderat. Der Bau-Stadtrat seinerseits soll in einer E-Mail an den Steyrer Magistrat die Bitte geäußert haben, die Geschäftsbereichsleiter von seiner Promotion zu unterrichten und den Doktor-titel künftig im Schriftverkehr zu berücksichtigen.

Dem Vernehmen nach ging im Mai dieses Jahres eine anonyme Anzeige im Rathaus ein. Darin wurden Zweifel an der Doktor-würde laut. So scheine die Doktorarbeit Spöcks beispielsweise nicht in der öffentlich einsehbaren Dissertations-Datenbank auf. Der Fall wurde geprüft. Zwei Juristen im Magistrat sollen mit der Angelegenheit betraut gewesen sein. Spöck wurde gebeten, seine Promotions-Urkunden vorzulegen. Auch beim Wissenschaftsministerium in Wien sind laut einem Insider Erkundigungen eingeholt worden.

Der Stadtrat konnte alle erforderlichen Papiere vorlegen. Von einer Straftat kann keine Rede sein. Er hat seinen Doktor im Fach "Internationales Management" gemacht. Angeboten wird dieses Studium vom Studienzentrum Hohe Warte (SHW) in Wien. Laut Homepage dieses Instituts dauert das Studium zwischen zwei und vier Semester, kostet 30.000 Euro. Verliehen wird der Doktortitel von der Universität Belgrad. Laut Universitätsgesetz ist Spöck berechtigt, seinen Doktortitel zu führen. Auf dem Türschild, wie im Briefkopf, auf Visitenkarten und bei der Ausstellung von Bescheiden. Eine Einschränkung macht der Gesetzgeber allerdings: Weil Serbien nicht der EU angehört, ist ein Eintrag des Titels in Dokumente wie Führerschein, Personalausweis oder Reisepass nicht zulässig.

"Das Verfahren ist abgeschlossen. Ich habe alle Nachweise vorgelegt, von der Anzeige ist nichts übrig geblieben", sagt Spöck. Er führe den Doktortitel völlig zurecht und sei auch stolz darauf. Der Stadtpolitiker hat den Verdacht, dass die Anzeige von einem politischen Mitbewerber stamme. "Da sind die Vorboten des Wahlkampfes zu erkennen. Politische Kritik halte ich aus. Es macht mich aber betroffen, dass ich hier auf privater Ebene angegriffen worden bin, dass jemand versucht, mich anzupatzen." Das sei ein Stil, den er entschieden ablehne.

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