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Oberösterreich

Seit Jänner bereits 25 Tote bei Unfällen in Oberösterreich

Von Herbert Schorn 19. April 2019

Seit Jänner bereits 25 Tote bei Unfällen in Oberösterreich
(Polizei)

LINZ. Die Zahl der Todesopfer stieg im Vergleich zum Vorjahr deutlich. Die Polizei versucht mit verstärkten Kontrollen gegenzusteuern.

Bereits 25 Menschen mussten seit Jahresanfang auf Oberösterreichs Straßen ihr Leben lassen. Damit stieg die Zahl der Todesopfer im Vergleich zu den Vorjahren deutlich: 2018 gab es (laut den letzten verfügbaren Daten des Innenministeriums) zwischen 1. Jänner und 14. April 14 Todesopfer im Bundesland, 2017 waren es 16. Man muss acht Jahre in der Statistik zurückblättern, um ähnlich hohe Zahlen wie heuer zu finden. 2011 waren 27 Tote im Straßenverkehr zu beklagen.

Sechs Tote in dieser Woche

Allein seit Sonntag sind in Oberösterreich sechs Menschen bei zwei Unfällen in Hörsching (Bezirk Linz-Land) und in Andrichsfurt im Innviertel gestorben. Auffallend ist, dass sich die Zahlen im Gegensatz zum allgemeinen Trend entwickeln: Österreichweit starben bis 14. April insgesamt 83 Menschen im Straßenverkehr, um sechs weniger als im Vorjahr.

Doch woran liegt es, dass heuer derart viele tödliche Unfälle im Bundesland passieren? "Die Gründe sind vielfältig", sagt Johann Thumfart, stellvertretender Leiter der Verkehrsabteilung in der Landespolizeidirektion Linz. "Man muss sich jeden einzelnen Unfall genau ansehen." Doch gerade bei tödlichen Unfällen sei das oft schwierig, weil vielfach Lenker oder Zeugen nicht mehr befragt werden können. "Wir haben für uns den Schluss gezogen, uns im Kampf gegen die hohen Unfallzahlen auf jene Aspekte zu konzentrieren, die wir beeinflussen können: die Einhaltung der Verkehrsregeln", sagt Thumfart.

Dabei konzentrieren sich die Beamten vor allem auf drei Delikte, die als Hauptunfallverursacher gelten: zu hohe Geschwindigkeit, Beeinträchtigung durch Alkohol oder Drogen und Ablenkung. "Letzteres wird immer mehr zum Problem", sagt Thumfart. Vor allem das Handy gefährde die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer. "Da werden auch Fahrer, die ansonsten sicher unterwegs sind, zu Risikolenkern."

Burgenland als Vorbild

Christian Gratzer vom Verkehrsclub Österreich sieht zu hohe Geschwindigkeit als Problem. "Vor allem auf Freilandstraßen werden Tempolimits oft nicht eingehalten. Da werden aus 100 km/h schnell 120 und mehr." Gratzer fordert niedrigere Beschränkungen, etwa 80 statt 100 km/h.

Als weitere Zielgruppe nennt er junge Erwachsene, die sich am Abend nach Lokal- und Discobesuchen selbst überschätzen. Der Experte verweist auf das Burgenland: "Hier gibt es landesweit ein Netz an Disco-Bussen. Damit können in dieser Zielgruppe viele Unfälle vermieden werden."

Video: Drei Tote bei Unfall auf der B1

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Redakteur Land und Leute

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