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Salzkammergut

Mathes tritt in Ischl zur Bürgermeisterwahl an

Von Edmund Brandner  03. Mai 2021 13:29 Uhr

Der Jurist war SPÖ-Stadtrat in Bad Ischl und Landesgeschäftsführer der Salzburger SPÖ. 

BAD ISCHL. Der ehemalige SPÖ-Stadtrat trat zugleich aus seiner Partei aus und will nun Mitstreiter um sich scharen.

Monatelang hatte er Andeutungen gestreut – aber die Öffentlichkeit im Unklaren gelassen. Gestern erklärte sich Hannes Mathes endlich: „Ich werde zur Bürgermeisterwahl in Bad Ischl antreten“, sagte der 44-Jährige Jurist und Nebenerwerbslandwirt bei einer Pressekonferenz.

Mathes’ Einstieg verleiht dem Wahlkampf eine besondere Würze. Der neue Kandidat stammt aus den Reihen der SPÖ und ist ein politisches Schwergewicht. Mathes war nicht nur Stadtrat in Bad Ischl, sondern bis zum Vorjahr auch Landesgeschäftsführer der SPÖ Salzburg. Seine Parteimitgliedschaft legte er gestern zurück. Bis zuletzt war er auch stellvertretender Stadtparteivorsitzender.

Mit Parteipolitik will er jetzt aber nichts mehr am Hut haben. Im Gegenteil: „Mit Parteipropaganda lassen sich vielleicht kurzfristig Wahlen beeinflussen“, sagt Mathes. „Zukunftsperspektiven für die Menschen ergeben sich daraus nicht.“

Um als Bürgermeisterkandidat antreten zu können, braucht Mathes freilich eine Liste – so verlangt es die Gemeindeordnung. Bis August hat er noch Zeit, seine Mitstreiter zu präsentieren. Ob er sich an die Spitze der vor kurzem gegründeten Bürgerliste „Ischl kann mehr“ stellen wird, lässt Mathes noch offen. „Ich werde in den kommenden Wochen viele Gespräche führen“, sagt er.

Die Tatsache, dass er vor wenigen Tagen gemeinsam mit ÖVP-Landesgeschäftsführer Wolfgang Hattmannsdorfer und dem Ischler Bauunternehmer Josef Zeppetzauer gesichtet wurde, habe nichts zu bedeuten, sagt er. „Ich rede mit allen Seiten, auch mit vielen Unternehmern.“

Konkrete inhaltliche Ziele nennt er bis jetzt nicht. Nur so viel: Es brauche weniger Parteidenken, dafür aber mehr Bürgereinbindung und Nachhaltigkeit.

Bürgermeisterin Ines Schiller (SPÖ) sagte gestern, dass sie Mathes so wie allen politischen Mitbewerbern ihre Zusammenarbeit anbiete. „Ich nehme seine Entscheidung zur Kenntnis, konzentriere mich aber weiter voll auf die Arbeit für unsere Stadt“, erklärt sie.

Artikel von

Edmund Brandner

Lokalredakteur Salzkammergut

Edmund Brandner
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