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Salzkammergut

Landesregierung verhindert Bauprojekt in Seeufernähe

Von Edmund Brandner  und  Norbert Blaichinger 27. August 2019 00:04 Uhr

Landesregierung verhindert Bauprojekt in Seeufernähe
ÖVP-Bürgermeister Johann Wiesinger

ZELL AM MOOS. Firmenansiedelung in Ufernähe des Zellersees ist gescheitert

Der erfolgreiche Mondseer Geschirrspülmittelhersteller CLARO will seinen Mitarbeiterstand von 42 auf rund 80 erhöhen, braucht dazu aber einen neuen Standort. Mit der Suche beauftragt wurde damit der Mondseer Baumeister Walter Schragner. Der wurde am Ufer des Zellersees tatsächlich fündig. Dort wäre ein rund 30.000 Quadratmeter großes Areal zu haben. Die Gemeindeverantwortlichen standen dem Projekt vorsichtig positiv gegenüber. Einziges Problem: Das Grundstück liegt in der 500-Meter-Uferschutzzone.

Private Anfrage scheiterte

Bereits im Vorjahr löste in Zell am Moos eine geplante Betriebsansiedelung heftige Diskussionen aus. Die Errichtung eines SPAR-Marktes wurde damals vom Gemeinderat mehrheitlich abgelehnt, obwohl ÖVP-Bürgermeister Johann Wiesinger dafür gewesen wäre. Und auch dieses Mal sah Wiesinger das Projekt zwar skeptisch, erkannte aber auch die Chancen. Wegen der zur Bundesstraße B154 hin ansteigenden Fläche könnte man einen niedrigen Bau der Landschaft angepasst errichten, so der Ortschef.

Um dennoch eine Umwidmung durchführen zu können, nehmen normalerweise Gemeinden Kontakt mit der Landesregierung auf – in diesem Fall mit Naturschutzlandesrat Manfred Haimbuchner (FPÖ). Doch Schragner und CLARO-Geschäftsführer Josef Dygruber wollten das in diesem Fall unbedingt selbst tun. Vielleicht deshalb – so wird in Zell am Moos vermutet –, weil sich Schragner als aktives Mitglied der FPÖ Mondsee ein Entgegenkommen Haimbuchners erhoffte. Doch der Versuch ging daneben. Die Landesregierung wies das Ansinnen von Schragner und Dygruber zurück und wies darauf hin, dass Privatinteressen keinen Grund für eine Umwidmung darstellen würden.

"Damit ist die Diskussion über einen Firmenstandort von CLARO in Zell am Moos endgültig beendet, das Vorhaben kann nicht weiter verfolgt werden", teilt Bürgermeister Wiesinger in einer ÖVP-Postille mit. 

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