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Niederwaldkirchen wächst gegen den Trend

NIEDERWALDKIRCHEN. Die Entwicklung von der größten Abgangsgemeinde zum wachsenden Wohnort.

Niederwaldkirchen wächst gegen den Trend: "Haben richtige Akzente gesetzt"

Bürgermeister Erich Sachsenhofer im "geretteten" Nah&Frisch-Markt. Bild: Thomas Fellhofer

Leonhard Valerius Rossmann ist der 1800. Niederwaldkirchner. Der junge Bursch steht stellvertretend für die positive Entwicklung in der Gemeinde. Dabei war Niederwaldkirchen vor wenigen Jahren die Gemeinde im Bezirk Rohrbach mit dem größten Abgang im Budget. Man musste Tiefschläge verkraften wie das Aus der Firma Vogt, des einst größten Arbeitgebers in der Gemeinde. In einem Bezirk wie Rohrbach, der ohnehin mit zunehmender Abwanderung zu kämpfen hat, standen die Vorzeichen also alles andere als gut. Warum wächst also Niederwaldkirchen? Die OÖNachrichten machten sich mit Bürgermeiester Erich Sachsenhofer im Ort ein Bild. Übrigens, die Gemeinde kann ihren Haushalt mittlerweile wieder ausgleichen.

Nah&Frisch als Drehscheibe

Ob es die Aufgabe einer Gemeinde ist, ein Geschäftslokal zu kaufen und zu verpachten, ist für die Niederwaldkirchner Gemeindeväter zweitrangig, sie haben es vor fünf Jahren einfach gemacht – obwohl die Entscheidung nicht unumstritten war. "Heute ist der Nah&Frisch-Markt im Ort eine Drehscheibe und Treffpunkt", sagt Sachsenhofer. Tatsächlich tummelten sich gestern vormittags schon ein Dutzend Kunden durch die Gänge. Auch das angeschlossene Cafe war gut besucht. "Es ist unsere Aufgabe, die Infrastruktur zu erhalten, ansonsten bist du als Wohngemeinde nicht mehr attraktiv", sagt Sachsenhofer. Deshalb habe die Gemeinde jetzt auch den zukünftigen Wirt unterstützt: "Ansonsten wäre uns das letzte ‘echte’ Wirtshaus abhanden gekommen", erzählt der Ortschef. Man müsse eben die richtigen Akzente setzen. Auf einen neuen Wirt oder Markt-Pächter zu warten ist zu wenig. Da könne man als Gemeinde schon aktiv an die Sache herangehen.

Familien und Arbeitsplätze

Baugründe kosten zwischen 40 und 50 Euro und sind begehrt. Aber auch der Wohnungsbau soll voranschreiten. "Da braucht man natürlich eine vernünftige Kinderbetreuung." Mit vier Kindergarten- und zwei Krabbelgruppen, einer vierklassigen Volksschule und der Sport-Mittelschule ist das gewährleistet. Natürlich gehöre auch ein wenig Glück zur positiven Entwicklung: So kompensiert beispielsweise der Liftbauer Ascendor einen Teil der Vogt-Pleite. Rund um das Firmenareal soll in Zusammenarbeit mit der Gemeinde St. Martin überhaupt ein Technologiepark entstehen. "Arbeitsplätze sind das Um und Auf für ein positives Wachstum", sagt der Bürgermeister.

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Artikel Thomas Fellhofer 16. Februar 2016 - 00:04 Uhr
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