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Linz

Wenn Spitzenköche für die Einsatzkräfte den Kochlöffel schwingen

Von Julia Popovsky  02. April 2020 12:49 Uhr

Wenn Spitzenköche für die Einsatzkräfte den Kochlöffel schwingen
Rudi Grabner stellte die ehrenamtliche Kochinitiative auf die Beine.

LINZ / LICHTENBERG. In der Karwoche kocht Rudi Grabner mit Kollegen täglich 250 Essen

Untätig herumzusitzen und nichts zu tun, ist nicht das seine: Deshalb hat Spitzenkoch Rudi Grabner vom Holzpoldl eine Koch-Initiative für Einsatzkräfte gestartet.

Von 6. bis 10. April kocht er gemeinsam mit Kollegen aus fünf Betrieben unentgeltlich täglich 250 Essen für die Mitarbeiter des Roten Kreuzes und der Feuerwehr. Mit von der Partie sind Oliver Rechberger von der Bergdiele, Christian Göttfried vom Göttfried, Peter Prandstötter vom Pianino, Didi Gütlbauer vom Schwarzen Bären und Ingmar Goetzloff vom Rosso.

Großer Zuspruch auf Aufruf

Die Idee kam Grabner bei einem Telefonat mit einem Kollegen aus Wien, der ein ähnliches Projekt auf die Beine gestellt hat: "Da habe ich mir gedacht, so etwas könnten wir in Linz auch probieren." Daraufhin startete Grabner einen Facebook-Aufruf, der große Resonanz hervorrief.

"Es haben sich mehr als 100 Kollegen aus Linz und Umgebung gemeldet, ich habe gar nicht alle aufnehmen können", sagt Grabner. Unterstützung gibt es von zahlreichen Lieferanten wie der Fleischerei Riepl oder der Knödelwerkstatt in Hinterstoder, die die Lebensmittel zur Verfügung stellen.

Die sechs Köche kochen jeweils mit einem Kollegen in ihrem eigenen Betrieb, die Speisen werden in speziell abgeriegelten Transportboxen verpackt. Diese werden vor den Türen der jeweiligen Betrieben abgestellt und von den Mitarbeitern des Roten Kreuz abgeholt. Diese übernehmen auch die Verteilung der Gerichte an die jeweiligen Einsatzkräfte.

Was genau serviert wird, steht noch nicht fest: "Der Speiseplan steht schon im Groben, aber der wird noch verfeinert." Grabner freut sich schon darauf in der kommenden Karwoche den Kochlöffel schwingen zu dürfen: "Ich freue mich, dass wir mithelfen und einen Beitrag leisten können." Und auch darauf wieder einmal "in einer vernünftigen Küche" zu arbeiten, wie er sagt: "Nur zuhause zu kochen ist irgendwie langweilig."

Beeindruckt ist Grabner jedenfalls bereits jetzt und zwar davon "wie die Kollegen reagiert haben, so sozial und ganz ohne Konkurrenzdenken." Eine Wiederholung der Kochaktion ist übrigens nicht ausgeschlossen: "Wir überlegen, ob wir das nicht noch einmal, vielleicht auch mit anderen Kollegen wiederholen."

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