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Teilweiser Baustopp bei der Leichtathletik-Anlage der Diözese am Freinberg

Von nachrichten.at/linz, 04. Juli 2023, 10:01 Uhr
Baustelle bei Privater Pädagogischer Hochschule
Mitte Juni gab es bereits Aufregung wegen sieben gerodeter Bäume. Bild: Antonio Bayer (Archivbild)

LINZ. Bei den Bauarbeiten für das Fundament wurde Schlacke eingesetzt - laut Baubescheid der Stadt ist das aber nicht erlaubt.

Nach der Aufregung rund um unerlaubterweise gerodeter Bäume sowie die Errichtung einer nicht genehmigten Spundwand liefert die Leichtathletikanlage am Freinberg nun weiteren Diskussionsstoff.

So wurde bei den Bauarbeiten für das Fundament Schlacke eingesetzt - erlaubt ist das laut erteiltem Baubescheid der Stadt aus Gründen des Wasserrechtes aber nicht. Deshalb hat die  Bau- und Bezirksverwaltung der Stadt Linz  gestern, Montag, einen teilweisen Baustopp  verfügt.

Weiteres Verwaltungsstrafverfahren

Bevor auf dem betroffenen Areal weitergebaut werden darf, wird ein Gutachten eines externen Instituts eingeholt, um festzustellen, ob die Schlacke Schadstoffe enthält und das Grundwasser beeinträchtigt werden könnte, sagt die für Naturschutzrecht und Wasserrecht zuständige Stadträtin Eva Schobesberger (Grüne).  „Die Diözese hat beim Bau der Leichtathletik-Anlage bereits mehrfach gegen den geltenden Baubescheid und gegen die naturschutzrechtliche Bewilligung verstoßen", kritisiert Schobesberger den "schludrigen Umgang"  mit der Natur.

Wegen dem Schlackeneinsatz wurde ein Verwaltungsstrafverfahren eingeleitet, das einzige ist es aufgrund der anderen Verstöße nicht. 

Mittels Gutachten wird nun untersucht, ob die Schlacke unbedenklich ist. Bild: Linz+

Lorenz Potocnik (Linz+) ist erfreut, dass die Behörde und Schobesberger als zuständige Stadträtin reagiert haben, er habe bereits vergangene Woche die Verwendung der Schlacke kritisiert. "Bei der Schlacke scheiden sich ja die Geister, ob diese nun giftig ist oder nicht. Im wesentlichen kommt es auf die Schlacke an und wie sie verarbeitet wird. Mich schockiert die Verwendung mitten im Grünland aber doch sehr. Bisher kannte ich das nur im Straßen- und Gleisbau."

Diözese: Verstoß der Baufirma Porr sei "unverständlich"

Seitens der Diözese heißt es auf OÖN-Anfrage, dass man mit der Errichtung der Leichtathletikanlage erfahrene Unternehmen beauftragt habe -  in der Annahme, dass die behördlichen Vorgaben entsprechend erfüllt werden. Der Verstoß der Firma Porr sei  unverständlich, diese stehe nun in der Pflicht sämtliche Auflagen der Baubehörde zu erfüllen. Kosten, die durch etwaige Sanierungsmaßnahmen oder Bauverzögerungen entstehen würden, seien selbstverständlich vom Bauunternehmen zu tragen, heißt es weiter. "Uns als Auftraggeber ist es wichtig, dass sämtliche verwendete Baustoffe der Umweltverträglichkeit entsprechen und Auflagen, die im Sinne des Naturschutzes erteilt wurden, auch eingehalten werde."

Eine OÖN-Anfrag an Porr blieb bisher unbeantwortet.

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